Wertheim. Seife und Badezusätze gehören zum Alltag der Kinder. Wie diese
hergestellt werden erfuhren 15 Nachwuchsforscher von sechs bis zehn
Jahre in einem Workshop im Rahmen der Forscherferien des
Stadtjugendrings Wertheim am Donnerstag. „Ich wollte sehen wie man Seife
herstellt", erklärte die zehnjährige Jasmin, andere freuten sich am
meisten auf die Produktion der sprudelnden Badeperlen. Geleitet wurde
der Workshop vom Stadtjugendring Vorsitzenden Birger-Daniel Grein.
Zuerst stand etwas Theorie auf dem Programm. Neben fester und flüssiger
Seife findet man diese in Duschgelen, Shampoos, und etwas ähnliches auch
in Spülmitteln, wussten die jungen Forscher. Seife entsteht indem Fette
mit ätzender Natronlauge reagieren, ein Verfahren das für die Kinder zu
gefährlich war, weshalb man auf fertige Kernseife als Rohstoff
zurückgriff. Honig in den Seifenkugeln dient der Hautpflege, Orangenöl
sorgt für den Duft. Wie die Kinder in einem Experiment sahen, mischen
sich Öl und Wasser nicht, gibt man jedoch Seife dazu wird die Trennung
aufgehoben. Grund dafür ist, dass Seifenteilchen sowohl Wasser- auch
Fettteilchen festhalten und sie so verbinden. Nach der Einführung stand
das Reiben der Seifenstücke an, anschließend wurden diese mit Duft und
Pflegemitteln zu einem Brei vermischt und zu kleineren und größeren
Kugeln gerollt, die noch etwas trocknen mussten. Inzwischen Zeit widmete
man sich den Badekugeln. Auch hier wurden zuerst anhand von Experimenten
die Bestandteile besprochen. Natron sorgt bei ihnen für den sprudelnden
Effekt, in dem es Kohlenstoffdioxid im Wasser freisetzt, Zitronensäure
unterstützt den Prozess. Honig oder Öl sorgt für die Hautpflege, Stärke
für die Bindung der Kugeln. Mit Lebensmittelfarbe und Duft entstanden
viele Unikate. Die Kinder waren mit großem Spaß und Eifer bei der
Sache. Für alle stand fest, dass man die Seife zu Hause nutzen werde.
Aber auch auf ein Bad mit den selbst hergestellten Badeperlen herrschte
große Vorfreude. Viele wollten die Herstellung auch zu Hause wiederholen.

