Samstag, 7. November 2015

Forscherferien Herbst: Wie entstehen Seife und Co

Wertheim. Seife und Badezusätze gehören zum Alltag der Kinder. Wie diese

hergestellt werden erfuhren 15 Nachwuchsforscher von sechs bis zehn

Jahre in einem Workshop im Rahmen der Forscherferien des

Stadtjugendrings Wertheim am Donnerstag. „Ich wollte sehen wie man Seife

herstellt", erklärte die zehnjährige Jasmin, andere freuten sich am

meisten auf die Produktion der sprudelnden Badeperlen. Geleitet wurde

der Workshop vom Stadtjugendring Vorsitzenden Birger-Daniel Grein.

Zuerst stand etwas Theorie auf dem Programm. Neben fester und flüssiger

Seife findet man diese in Duschgelen, Shampoos, und etwas ähnliches auch

in Spülmitteln, wussten die jungen Forscher. Seife entsteht indem Fette

mit ätzender Natronlauge reagieren, ein Verfahren das für die Kinder zu

gefährlich war, weshalb man auf fertige Kernseife als Rohstoff

zurückgriff. Honig in den Seifenkugeln dient der Hautpflege, Orangenöl

sorgt für den Duft. Wie die Kinder in einem Experiment sahen, mischen

sich Öl und Wasser nicht, gibt man jedoch Seife dazu wird die Trennung

aufgehoben. Grund dafür ist, dass Seifenteilchen sowohl Wasser- auch

Fettteilchen festhalten und sie so verbinden. Nach der Einführung stand

das Reiben der Seifenstücke an, anschließend wurden diese mit Duft und

Pflegemitteln zu einem Brei vermischt und zu kleineren und größeren

Kugeln gerollt, die noch etwas trocknen mussten. Inzwischen Zeit widmete

man sich den Badekugeln. Auch hier wurden zuerst anhand von Experimenten

die Bestandteile besprochen. Natron sorgt bei ihnen für den sprudelnden

Effekt, in dem es Kohlenstoffdioxid im Wasser freisetzt, Zitronensäure

unterstützt den Prozess. Honig oder Öl sorgt für die Hautpflege, Stärke

für die Bindung der Kugeln. Mit Lebensmittelfarbe und Duft entstanden

viele Unikate. Die Kinder waren mit großem Spaß und Eifer bei der

Sache. Für alle stand fest, dass man die Seife zu Hause nutzen werde.

Aber auch auf ein Bad mit den selbst hergestellten Badeperlen herrschte

große Vorfreude. Viele wollten die Herstellung auch zu Hause wiederholen.