Sonntag, 22. November 2015

Forscherferien Herbst 2015: Eh Kurs für Kinder

Wertheim. Wie man zu kleinen Helferhelden werden kann, erfuhren 18

Kinder im Rahmen eines speziellen Erste Hilfekurs im Rahmen der

Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim am letzten Samstag der

Herbstferien. Geleitet wurde dieser von den Ausbilderinnen Nicole

Czeballa und Alexa Mayer vom DRK. Mit Verletzungen hatten die jungen

Forscher zwischen sieben und elf Jahren alle schon Erfahrungen gemacht,

selbst Erste Hilfe geleistet hatten sie aber noch nie. Um ihnen die

Sicherheit hierfür zu geben, hatte der Stadtjugendring das Angebot

gemacht, dass auf großes Interesse stieß. Anfangs besprach man, was man

im Notfall selbst tun kann: „Hilfe holen, den Notruf wählen, selbst

Verband oder Pflaster anlegen und für die Wärmeerhaltung sorgen", wurde

aufgezählt. „Bei der Rettungsdecke muss die goldene Seite nach Außen",

verdeutlichten die Expertinnen. Bekannt war bei allen Teilnehmern die

Notrufnummer 112 und die 5 W-Fragen die man beantworten sollte. Das

wichtigste davon sei das Warten auf Rückfragen. Die Teilnehmer hörten

auch einen Probealarm der Funkmeldeempfänger, mit dem die Mitarbeiter

des Rettungsdienstes alarmiert werden. „Wir haben im Durchschnitt um die

25 Einsätze am Tag, in der Nacht ist es ruhiger", erklärte Mayer auf

eine Kinderfrage hin. Beim Rundgang durch die Rettungswache sahen die

Kinder neben Umkleide und Bereitschaftsraum auch die Zimmer der

Mitarbeiter. „Nachts schlafen wir auch hier, denn eine Schicht dauert

zwölf Stunden", so Mayer. In der Rettungswache Wertheim arbeiten im

Schichtdienst 20 Mitarbeiter, davon fünf Frauen. In der Fahrzeuggarage

bestaunten die Nachwuchsforscher die vielen unterschiedlichen Fahrzeuge

und erfuhren etwas über ihre Einsatzzwecke. Ausführlich wurde die

Beladung des Rettungswagen vorgestellt und demonstriert. Dabei wurde auf

das EKG, die Messung von Blutdruck und Sauerstoffsättigung, sowie auf

Beatmungsgerät und Infusion eingegangen. Im praktischen Teil übten die

Kinder an Fallbeispielen. So galt es ein Kind zu beruhigen, dass sich

den Fuß verletzt hatte. Geübt wurde weiterhin die Atemkontrolle, sowie

die stabile Seitenlage bei bewusstlosen Personen. Beim Anlegen von

verschiedenen Verbänden und Pflastern zeigten die Teilnehmer, wie

schnell sie den Umgang damit gelernt hatten. „Wichtig sind die

Handschuhe für euren eigenen Schutz", gaben die Ausbilderinnen den

Kindern zum Schluss mit auf den Weg.