Wertheim. Wie man zu kleinen Helferhelden werden kann, erfuhren 18
Kinder im Rahmen eines speziellen Erste Hilfekurs im Rahmen der
Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim am letzten Samstag der
Herbstferien. Geleitet wurde dieser von den Ausbilderinnen Nicole
Czeballa und Alexa Mayer vom DRK. Mit Verletzungen hatten die jungen
Forscher zwischen sieben und elf Jahren alle schon Erfahrungen gemacht,
selbst Erste Hilfe geleistet hatten sie aber noch nie. Um ihnen die
Sicherheit hierfür zu geben, hatte der Stadtjugendring das Angebot
gemacht, dass auf großes Interesse stieß. Anfangs besprach man, was man
im Notfall selbst tun kann: „Hilfe holen, den Notruf wählen, selbst
Verband oder Pflaster anlegen und für die Wärmeerhaltung sorgen", wurde
aufgezählt. „Bei der Rettungsdecke muss die goldene Seite nach Außen",
verdeutlichten die Expertinnen. Bekannt war bei allen Teilnehmern die
Notrufnummer 112 und die 5 W-Fragen die man beantworten sollte. Das
wichtigste davon sei das Warten auf Rückfragen. Die Teilnehmer hörten
auch einen Probealarm der Funkmeldeempfänger, mit dem die Mitarbeiter
des Rettungsdienstes alarmiert werden. „Wir haben im Durchschnitt um die
25 Einsätze am Tag, in der Nacht ist es ruhiger", erklärte Mayer auf
eine Kinderfrage hin. Beim Rundgang durch die Rettungswache sahen die
Kinder neben Umkleide und Bereitschaftsraum auch die Zimmer der
Mitarbeiter. „Nachts schlafen wir auch hier, denn eine Schicht dauert
zwölf Stunden", so Mayer. In der Rettungswache Wertheim arbeiten im
Schichtdienst 20 Mitarbeiter, davon fünf Frauen. In der Fahrzeuggarage
bestaunten die Nachwuchsforscher die vielen unterschiedlichen Fahrzeuge
und erfuhren etwas über ihre Einsatzzwecke. Ausführlich wurde die
Beladung des Rettungswagen vorgestellt und demonstriert. Dabei wurde auf
das EKG, die Messung von Blutdruck und Sauerstoffsättigung, sowie auf
Beatmungsgerät und Infusion eingegangen. Im praktischen Teil übten die
Kinder an Fallbeispielen. So galt es ein Kind zu beruhigen, dass sich
den Fuß verletzt hatte. Geübt wurde weiterhin die Atemkontrolle, sowie
die stabile Seitenlage bei bewusstlosen Personen. Beim Anlegen von
verschiedenen Verbänden und Pflastern zeigten die Teilnehmer, wie
schnell sie den Umgang damit gelernt hatten. „Wichtig sind die
Handschuhe für euren eigenen Schutz", gaben die Ausbilderinnen den
Kindern zum Schluss mit auf den Weg.

