Bestenheid. Nicht nur vom Geruch waren die jungen Forscher beim Besuch
der Firma Straub Cosmetics am Mittwoch im Rahmen der Forscherferien des
Stadtjugendring Wertheim angetan. Bei einem Rundgang lernten sie das
Unternehmen und dessen Produktion kennen. Geführt wurden sie von
Friederike Postler, Leiterin des Vertriebsinnendienst und Sabine
Fischer, Mitarbeiterin im Einkauf. Einleitend stellte Poster in der
Kantine das Unternehmen vor, dass 1949 gegründet wurde und heute in
dritter Generation im Familienbesitz ist. Heute habe man rund 220
Mitarbeiter. "Unser Hauptprodukte verwendet man für die Körperpflege",
so Postler. Dazu gehörten Duschgel, Cremes Lotion und flüssige Seife.
Alle Produkte würden am Standort Wertheim gefertigt. Neben Marken des
Unternehmens stelle man auch Eigenmarken verschiedener Handelsketten her.
Nach der theoretischen Einführung ging es in die Hygieneschleuse wo
Schutzkittel, Überschuhe und Haube aufzusetzen waren. "Dadurch schützen
wir unsere Produkte und Wirkstoffe von Keimen", erläuterte Poster auf
Nachfrage eines Nachwuchsforschers. Nach der Händedesinfektion konnten
sich die Kinder die Abfüllmaschinen ansehen. "Dieser Bereich ist das
Herzstück der Firma." An der ersten Maschine sahen die Kinder die
Abfüllung von Parfum. Solche Maschinen setze man bei Produktionsmengen
von über 100 000 Flaschen ein. In der Abfüllung werde im zwei
Schichtbetrieb gearbeitet. Die Abfüllung kleineren Serien ab rund 1000
Stücke erfolge oft von Hand. An einer anderen Maschine erläuterte
Postler die Beschriftung der sogenannten Pulgs, in den das Produkt auf
seine Abfüllung wartet. "Alle Waren unterliegen einer ständigen
Kontrolle von Qualität und Hygiene vom Rohstoff bis zum fertigen
Produkt", betonte die Expertin. Maschinen an denen große Stückzahlen
gefüllt würden, versorge man direkt aus der Produktion über
Rohrleitungen. Diese war auch die nächste Station. "Hier arbeiten viele
Bäcker und Metzger die haben ein Gespür für Zutaten und Mengen." Die
Kinder staunten über die großen Lagertanks zwischen 20 000 bis 40 000
Liter. Beim Vorbeigehen konnten sie bei der Reinigung einer Mischanlage
zusehen die für die Produktion von geringeren Mengen dient. Sie werde
unter anderem für die Herstellung von hochwertigen Gesichtscremes
verwendet. Das Herstellen in den großen Anlagen erfolge PC gestützt,
wobei die Daten aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung (F & E)
kommen. In deren Labor konnten die jungen Forscher dann sehen, wie eine
Körperlotion hergestellt wird. Chemielaborantin Claudia Burs erläuterte
ihnen die Bestandteile, neben Fett und Wasser verschiedene Stoffe zur
Hautpflege und Haltbarkeitsverlängerung. Außerdem wurde der Sinn vom
Emulgatoren erklärt und die Kinder sahen einen elektrischen PH Wert
Messer im Einsatz. Am Ende konnte sich jeder Teilnehmer eine kleine
Flasche mit dem Produkt selbst befüllen und mit Nachhause nehmen. Im
Versand erfuhren die Gäste, dass die Firma in über 70 Länder weltweit
exportiert. Am Ende stellten sie ihr neues Wissen in einem Quiz unter
Beweis und bekamen als Lohn dafür ein Geschenk.

