Bettingen. Ein Haus ohne Fenster und Türen ist undenkbar. Wie diese gebaut werden erfuhren 20 Kinder zwischen sieben und elf Jahren im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim am Donnerstag beim Einblick in die Firma "Weku Fenster und Türen" in Bettingen. Ausbilderin Silvia Beuschlein hatte mit den zwölf Auszubildenden der Firma einiges für die jungen Forscher vorbereitet. Anfangs gab sie ihnen einen Überblick über das Unternehmen, dass in diesem Jahr 20 Jahre alt wird. Damals habe man mit sieben Beschäftigten begonnen, heute seien es 150 Mitarbeiter. "Weku" stehe für "Wertheimer Kunststofffenster". Das Unternehmen bilde Büro- und Informatikkaufleute, sowie Glaser in der Fachrichtung Fensterbau aus. Alle Fenster und Türen würden in Bettingen produziert. Am Tag entstünden hier rund 160 Fenster, berichtete sie den Kindern. Seit 2009 stelle man auch Türen her. Als nächstes stellten die Auszubildenden die einzelnen Teile der von Weku gebauten Kunststofffenster vor. Weiterhin wurden die Bestandteile von Glas besprochen und diese auch durch die Reihen der jungen Forscher gegeben. In einem Film aus der "Sendung mit der Maus", erfuhren die Besucher danach, wie Glas und Fenster hergestellt wurden. Auch der fachgerechte Einbau und die internen Prozesse im Unternehmen, von der ersten Kundenanfrage bis zum Einbau und der Bezahlung wurden betrachtet. Nun lernten die Nachwuchsforscher, ausgestattet mit Schutzbrille, wichtige Bereiche des Unternehmens hautnah kennen. In der Produktion erfuhren sie vieles über die einzelnen Schritte des Fensterbaus. Angefangen von den Kunststoffprofilen und deren automatischen Zuschnitt über das Einbringen von Stahlelementen für die Stabilität und den Einbau der Glashalterung und der Glasscheibe bis hin zur Endmontage. Die Kinder durften auch selbst ausprobieren, die farbigen Folien die die Oberfläche der Rahmen bilden nachzumalen. Dies sei, so die Auszubildenden nötig, wenn bei der Verarbeitung ein Stück dieser Farbfolie am Rand beschädigt sei. Weiterhin durfte die Kinder verschiedene Montageschritte selbst ausprobieren, was allen Spaß machte. Manche konnten sogar die großen Kunststoffteile auf die Schweißmaschine legen und bemerkten dabei deren beträchtliches Gewicht. Lustig fanden alle den Begriff "Hochzeit", der den Zusammenbau von Rahmen und Flügel beschreibt. In der Ausstellung galt es Anfangs in einem Spiel mit Hilfe von Farbkarten die richtige Oberflächenfarbe zu finden. Danach lernten die Gäste detailliert die einzelnen Produkte, ihren Aufbau und ihre Funktionsweise kennen. Begeistert waren sie vor allem von modernen Türen, die sich mit Chip oder Fingerabdruck öffnen lassen.
Groß war die Freude auch, als sie die Stabilität von Fensterglasscheiben mit Hilfe von Fußbällen testen durften. Ebenso konnten sie auf begehbarem Glas herum springen. Von der Stabilität beider waren sie sehr überrascht. Nach einer Stärkung bewiesen sie beim Abschlussquiz, dass sie viel neues gelernt hatten.


