Wertheim / Erfurt. Für die 45 Teilnehmer der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim war es ein unvergessliches Erlebnis. Am Donnerstag besuchten sie den Kinderkanal (KIKA) in Erfurt und erfuhren dabei, wie Kinderserien und Shows entstehen. Ermöglicht wurde das ganze auch durch das ehrenamtliche Engagement der Stadtjugendring Betreuer. So wurden die Kinder vom Stadtjugendring-Vorsitzenden Birger-Daniel Grein, sowie Sylvia Herberich, Sonja Schneider und Thomas Ulbricht begleitet.
Am Anfang wurden die Gäste durch die Kulisse der Jugendserie "Schloss Einstein" geführt. Dabei lernten sie auch so manchen Filmtrick kennen. So sorgen kleine Röhren oberhalb der Kulissenfenster für Regeneffekte im Film und in der "Kantine" des Filminternats stehen Kunststoffbrötchen. "Bei allen Produkten müssen wir die Markennamen überkleben, denn im öffentlich rechtlichen Fernsehen dürfen diese nicht gezeigt werden, da dies Schleichwerbung wäre", erklärten die Betreuer des Senders.
Im Filmset war es besonders wichtig, nichts zu berühren. "Wird etwas verändert, gibt das einen Fehler beim Anschlussdreh und damit im Film."
Die jungen Forscher zwischen sechs und zehn Jahren wurden auch selbst als Filmemacher aktiv. So produzierten sie mit Hilfe der "Trickboxx" einer Verbindung aus Kiste, Kamera und PC eigene Trickfilme in der Stop-Motion Technik. Diese funktioniert wie ein Daumenkino. Die Figuren werden auf einem Hintergrund immer ein Stückchen bewegt und dann ein Foto gemacht aus denen der Computer dann den Film zusammensetzt. Pro Sekunde benötige man acht Fotos, so die Experten des KIKA.
Nach dem Mittagessen bekamen die Kinder einen Einblick in die "heiligen Hallen" der Shows. Dabei ging es zuerst in das Studio in dem gerade die Vorbereitungen für die Sendung "KIKA live" durchgeführt wurden. Die Kinder staunten dabei über die mehr als 100 Scheinwerfer die alles im rechten Licht erscheinen lassen. Auch der Preis der Kameras sorgte für große Augen. Jede von ihnen kosten mit rund 150.000 Euro fast soviel wie ein Einfamilienhaus.
Weiter ging es in die Bild- und Tonregie, wo die Teilnehmer auch hinter den Pulten Platz nehmen durften. Die Betreuer erklärten dann die einzelnen Geräte, sowie die Berufe die hier zum Einsatz kamen.
Auch einen Einblick in Kostüm und Maske gab es. Dabei erfuhren die Kinder auch, dass jeder Moderator geschminkt wird, unter anderem um Glanzeffekte auf der Haut zu vermeiden.
Am Ende des Tages hatten die Kinder vieles über das Thema Film und Fernsehen gelernt und werden manche Sendung jetzt mit anderen Augen sehen.



