Die letzte Aktion der Forscherferien führte die jungen Forscher in die Firma Kurtz Ersa in Bestenheid. Was ein Lötkolben ist, wussten alle 30 Kinder die an der Aktion teilnahmen. Bei der Firmenexkursion erfuhren die jungen Forscher wie diese hergestellt werden und wie die großen Lötmaschinen der Industrie funktionieren. In einer einleitenden Präsentation hörten die Kinder von Viktoria Rawinski, Assistentin der Geschäftsleitung, das es die Technik des Lötens bereits seit 5000 Jahren gibt. Dabei können sowohl flexible Verbindungen, wie bei einer Kette, als auch feste Verbindungen gelötet werden. Die Idee einen elektrischen betriebenen Lötkolben zu bauen, stamme von Ernst Sachs, der Ersa gründete. Sie entstand im Jahr 1921. Die Firma sei ursprünglich in Berlin gegründet worden und zog im Krieg nach Bestenheid um. Rawinski zeigte den Kindern auch einige Platinen, die auf den Lötanlagen von Ersa produziert wurden. Danach führte Produktionsleiterin Beate Gassner die Kinder durch die Lötkolbenfertigung. Dabei lernten sie deren einzelnen Bestandteile kennen. Auf Nachfrage berichtete sie, dass ein Handlötkolben mit Temperaturen zwischen 350 und 400°C arbeitet. Anschließend ging es zu den "Inseln" wo die Lötkolben zusammengebaut werden. "Um diese zu montieren braucht man sehr viel Feingefühl", machte sie deutlich. Auch die Bedeutung des Erdungskabels in der Stromversorgung wurde auf Wunsch der jungen Forscher besprochen. Ein besonderes Highlight für die Kinder war es mit Hilfe eines Beschriftungslasers ihren Namen in Kugelschreiber zu gravieren. Dabei durften sie alle nötigen Schritte selbst ausführen. Im Showroom sahen die Gäste verschiedene Lötmaschinen des Unternehmens in Aktion. Dabei erfuhren sie auch, dass man nicht nur punktuell sondern auch ganze Flächen löten kann. "Maschinen zum Flächenlöten funktionieren wie ein Backofen", erklärte Applikationsingeneuer Alexander Leisering. Zu den einzelnen Lötarten zeigte er verschiedenen Platinen, bei denen diese angewandt wurden.
"Für den Bau einer Maschine brauchen wir maximal zwei Wochen", berichtete Michael Burger, Leiter der Elektrofertigung, den staunenden Kindern.
Im "Rework", der Reparaturabteilung, lernten die Nachwuchsforscher verschieden Lötstationen kennen und erfuhren von Jochen Schreck, wie man gelötete Verbindung wieder lösen kann. "Dabei wird auch mit heißer Luft gearbeitet", nannte er ein Beispiel.
Beliebt war auch die Schokoladengießmaschine der Kurtzgruppe, die Jürgen Schmidt, Ausbildungsleiter des Konzerns, mitgebracht hatte. Sie verdeutlicht mit süßer Materie, wie der Gießvorgang von Metallen funktioniert. Natürlich durften die Kinder die süßen Produkte auch probieren. Den Abschluss des Rundgangs bildete die Halle, in der die Lötmaschinen von Ersa montiert werden. "Wir produzieren jährlich bis zu 400 Maschinen", so Burger. Für Spaß in der Halle sorgten die großen Schläuche zum Absaugen der Luft, bei denen die jungen Forscher den Sog am eigenen Körper spüren konnten.
Nach einer Stärkung bewiesen sie bei einem Quiz, was sie alles neu gelernt hatten.