Ehrenamtlicher Dachverband der Vereine und Organisationen mit Jugendarbeit in Wertheim am Main
Engagement für Kinder, Jugendliche und Vereine
Freitag, 29. März 2013
Forscherferien: Fotokurs für Kinder
Viel über das Fotografieren gelernt
Fast jedes Kind hat schon einmal mit einer Digitalkamera geknipst. Im
Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendrings Wertheim lernten am
gestrigen Dienstag 20 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren,
wie sie ansprechende Fotos machen können. Geleitet wurde der Kurs von
der Fotografin Janina Kasotschkin, die ihre erkranke Kollegin Karin
Himml vertrat.
"Am Anfang müsst ihr genau beachten", erklärte Kasotschkin, "überlegt
euch, aus welcher Perspektive das Motiv besonders gut wirkt!" Die erste
Aufgabe zu diesem Thema sorgte anfangs für lange Gesichter. Die Kinder
sollten die Treppe vor der Stiftskirche fotografieren. "Das ist doch
langweilig", bemerkte einer der Teilnehmer. Diese Einstellung änderte
sich jedoch sehr schnell. Durch die Wahl der richtigen Perspektive
entstanden interessante und abwechslungsreiche Fotos. "Wichtig ist, dass
ihr auf den Linienverlauf der Treppe achtet", erklärte die Fotografin,
"sonst wirken die Stufen schräg."
Dann widmete man sich dem Turm der Stiftskirche. In diesem Zusammenhang
lernten die Mädchen und Jungen auch das Problem der "stürzenden Linien"
kennen, die hohe Gebäude auf Fotos seltsam wirken lassen. Doch auch hier
gab es einen passenden Tipp: "Man muss die Kamera im Hochformat nehmen
und genügend Abstand zum Gebäude halten."
Nun wandte man sich den vielen Details rund um die Stiftskirche zu. Mit
großem Eifer suchten die Kinder interessante Ausschnitte des Gebäudes
und fotografierten diese. Dabei stellten sich erste Erfolge ein, was die
Nachwuchsfotografen weiter motivierte. Im Inneren des Gotteshauses ging
die Suche nach Details weiter. Dabei lernten die Kinder auch, wie man
die Elemente richtig im Bild positioniert. "Man nutzt dazu den ,goldenen
Schnitt'", erklärte Kasotschkin. "Das heißt, das Motiv soll nicht genau
in der Mitte, sondern etwas zur Seite und nach oben oder unten gerückt
sein. Dann wirkt ein Bild für den Betrachter angenehm."
Die Fotografin gab immer wieder Ratschläge, so dass die Kursteilnehmer
schnell dazulernten. Bevor man sich der nächsten Einheit widmete, durfte
jeder den anderen Gruppenmitgliedern seine zwei besten Fotos
präsentieren. Etwas Gymnastik erforderte die danach geübte
Froschperspektive. Auf dem Boden liegend machten die Mädchen und Jungen
spannende Fotos von den Bänken der Kirche. Diese wurden dann noch aus
der Vogelperspektive abgelichtet, wofür man sich ganz schön strecken
musste.
Die Nachwuchsfotografen erfuhren außerdem, wie man Personen richtig
fotografiert. Dabei erkannten sie, dass auch eine seitliche Aufnahme von
hinten sehr gut sein kann. "Bei Aufnahmen von vorne ist es besser, die
Person von der Brust aufwärts zu fotografieren. Ganzkörperfotos wirken
nicht so gut", instruierte die Expertin ihre Schüler. Das neu Gelernte
konnten die engagierten Teilnehmer dann an verschiedenen Orten der
Altstadt weiter trainieren. Am Ende hatten die Kinder nicht nur viel
gelernt, sondern konnten ihren Eltern auch stolz viele Aufnahmen
präsentieren.

