Junge Forscher besuchten Distelhäuserbrauerei
Wertheim/ Distelhausen. Wie kommt die Apfelschorle in die Flasche, wie entsteht Fassbrause und wie wird Bier gebraut? Diesen Fragen gingen 41 junge Forscher der ersten bis vierten Klasse nach.
Im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim besuchten sie zusammen mit Stadtjugendring Vorsitzenden Birger-Daniel Grein und seinen Betreuerkolleginnen Sylvia Herberich, Nicole Lotz und Daniela Löser die Distelhäuserbrauerei. Die Kinder wurden von zwei Mitarbeitern des Unternehmens begrüßt die ihnen eine kleine Einführung in die Firmengeschichte gaben. Außerdem berichteten sie, dass im Unternehmen heute über 147 Mitarbeiter beschäftigt sind. Insgesamt stellt man 22 Getränkesorten her. Darunter auch Apfelschorle. Natürlich wollten die Kinder gleich wissen wie diese hergestellt wird. Die Mitarbeiter erklärten, dass man den Apfelsaft aus der Region kaufe und diesen dann mit Wasser und Kohlensäure vermische. Danach wird er, wie alle Getränke, in der großen Abfüllanlage in Flaschen gefüllt. Die Kinder interessierten sich aber auch für die Zutaten des Biers. Sie erfuhren, dass dieses nur Wasser, Malz und Hopfen enthalten darf. Das Wasser stammt von vier unternehmenseigenen Brunnen und macht den größten Anteil aus. Malz wird aus Gerste gewonnen die zum Keimen gebracht wird und Hopfen dienen dazu das Bier bitter zu machen.
Erstaunlich fanden die Kinder auch, dass nicht in Deutschland das meiste Bier gebraut wird, sondern in China. Die Besucher sollten nun raten, wie viele Zacken ein Kronkorken hat. Überrascht waren sie, als sie die Lösung erfuhren: Es sind genau einundzwanzig, denn es muss eine ungerade Zackenzahl sein.
Nach einer Mulitmediapräsentation über das Unternehmen begaben sich die jungen Forscher, in zwei Gruppen geteilt, in die Produktion. Zuerst konnte man im Sudhaus nicht nur die großen Kessel bestaunen sondern konnte auch verschiedene Sorten Malz und zu Pellets gepressten Hopfen befühlen und an ihnen riechen.
Weiter ging es nach unten in den Gärkeller, den Filterkeller und den Lagerkeller. Während des Rundgangs gab es eine besondere Überraschung. Die Kinder durften durch eine Öffnung in ein riesiges Lagerfass klettern. Und zum erstaunen aller passte die ganze Gruppe hinein.
Laut wurde es in der Fass-und Flaschenabfüllung. Staunend schauten die jungen Forscher zu, wie das Leergut automatisch entnommen, gereinigt und kontrolliert wird. Danach wird es befüllt und mit dem Verschluss versehen. Nach der Etikettierung erfolgt das automatische Verpacken in die Getränkekisten. Erstaunlich war auch die Zahl der abgefüllten Flaschen. Die großen Maschinen schaffen etwa 45000 Flaschen pro Stunde.
Am Ende konnte man sich bei einer Brezel und natürlich alkoholfreien Getränken stärken.
Zu den Fotos:
Firmeneinblick: Die Kinder sahen im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim, wie bei der Distelhäuserbrauerei die verschiedenen Produkte hergestellt und abgefüllt werden.
Besondere Einblicke: In ein großes Fass zu klettern, war ein ganz besonderes Erlebnis.

