Samstag, 16. Februar 2013

Forscherferien: Blick hinter die Kulissen der Weberei Pahl Külsheim

Einblicke in die Herstellung von Handtücher und Bettwaren

Täglich benutzen die Kinder Handtücher und Bettwäsche. Im Rahmen der Forscherferien hatten 35 Kinder am Donnerstag die Möglichkeit einen Blick auf deren Herstellung zu werfen. Zusammen mit ihren Betreuern besuchten Sie die dazu die Weberei Pahl in Külsheim. Dabei erhielten sie Einblicke in die Herstellung der Produkten, in die Technik und das große Lager. Auch über die Gechichte des Unternehmens gab es einiges zu erfahren.
Gleich zu Beginn bestaunten die jungen Forscher das große Lager- und Versandzentrum, in dem sich zehntausende Kartons mit Ware befinden. Beeindruckt beobachteten die Kinder wie ein Mitarbeiter mit einem Elektrostapler solche Kartons in über sechs Meter Höhe aus dem Regal holte und punktgenau wieder zurück stellte.
Sonja Hefner, Teamleiter Outlet der Firma, erklärte weitere Einzelheiten. Auf dem Weg durfte jeder der jungen Besucher aus einer riesigen Menge von kleinen Handtüchern eines mitnehmen. Andernorts sahen die Teilnehmer, wie aus einem Stück Stoff nach und nach ein Betttuch oder ein Kopfkissen entsteht. Im Zuschnitt wird die passende Größe gelegt und geschnitten. Dabei wird auch bedacht, dass die Ware nach dem ersten Waschen in Länge und Breite eingeht.
Mitarbeiterinnen der Näherei zeigten wie aus den Stoffen fertige Waren genäht werden. Dabei ist noch echte Handarbeit gefragt. Die Fachkräfte erklärten, welche Tricks angewendet werden, damit die Ware besonders schön und haltbar wird, und beantworteten die vielen Fragen der jungen Forscher.
An einer Maschine durften die Kinder, unter Anleitung, ihren Namen auf die zuvor erhaltenen Handtücher pressen.
Heute werden die Stoffe aus Kostengründen nicht mehr in Deutschland gewebt. Das war vor 50 Jahren noch anders. Webstühle aus dieser Zeit konnten die Kinder vor den Firmengebäuden im Freien bestaunen. Geschäftsführer Dr. Thomas Lippert erklärte dort die einzelnen Schritte der Stoffherstellung. Baumwolle wird zu Garn gesponnen. Diese Garne verwebt der Webstuhl zu verschiedenen Stoffen. Im Anschluss nahm Lippert einen alten Jacquardwebstuhl, der im Verkaufsraum steht, in Betrieb und demonstrierte wie dieser mit Hilfe von Lochkarten auch komplizierte Muster weben konnte.

Bei einem Quiz lernten die Kinder zum Abschluss die vielen verschiedenen Produkte der Firma kennen.