Montag, 18. Februar 2013

Forscherferien: Einblicke in die Firma VACUUBRAND


Kinder forschten rund um das Thema Vakuum

In die faszinierende Welt des Vakuum tauchten am Freitag 30 Kinder im Rahmen der Forscherferien ein. Bei der Firma VACUUBRAND in Bestenheid erhielten sie einen Einblick in die Produktion der Vakuumpumpen und die Herstellung deren Bestandteile. Außerdem lernten sie bei Experimenten viel über den luftleeren Raum.
Geschäftsführer Dr. Frank Gitmans gab den jungen Forschern zuerst einige Informationen über das Unternehmen. So sei die Firma bis vor ungefähr 25 Jahren eine Abteilung der Firma Brand gewesen. Danach wurde sie zum selbstständigen Unternehmen. Heute arbeiten dort über 170 Mitarbeiter. Danach begaben sich die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt in die Produktionsräume.

Getreu den Zielen der Forscherferien durften die Kinder dort nicht nur zuschauen sondern auch selbst aktiv werden.
Zuerst betrachteten die Kinder die vielen Teile einer Vakuumpumpe. Danach durften sie selbst ausprobieren, wie das für sie nötige Aluminium bearbeitet werden kann. Durch Brille und Handschuhe geschützt versuchten die jungen Forscher das Aluminium zu sägen und zu feilen. Weiter erklärte Gitmans, auf was es beim Bohren, Drehen und Fräsen ankommt. „Das Drehen ist wie das Schälen eines Apfels. Ein Werkzeug wird an das drehende Werkstück gehalten“, erklärte er und demonstrierte dies zugleich an einer Frucht.

Nun bestaunten die Kinder einige der computergesteuerten Maschinen. So holen sich die modernen Maschine das Werkstück automatisch aus dem Regal und bearbeitete es auf den Millimeter genau. In der Kunststoffverarbeitung erfuhren die Kinder vieles über den Spitzguss.
Der Kunststoff wird beim erwärmen zähflüssig wie Honig und kommt dann in eine Art Backform“, erklärte Gitmans.
Nachdem man sich die Montage der Pumpen, die in Handarbeit erfolgt, angesehen hatte durften die Kinder eigene Kartons falten und mit ihrem Namensetikett bekleben.
Besonders gefiel ihnen die Papierknüllmaschine die aus Papierbögen zusammengeknülltes Papier als Transportschutz herstellt.
Danach führte eine Gruppe Auszubildender mit den Kindern verschiedene Experimente durch. Dabei lernten sie, dass eine Dose in der Vakuum herrscht vom Druck der Außenluft zusammengedrückt wird, und dass aufgeblasene Luftballons wegen des fehlenden Gegendrucks in Vakuum größer werden. Spannend für die Kinder war auch, dass Wasser im Vakuum bereits bei Zimmertemperatur anfängt zu sprudeln und dann plötzlich zu Eis wird. Die Teilnehmer lernten anhand der„Magdeburger Halbkugel“ wie stark die Luft von außen auf eine Kugel drückt, wenn in dieser völlige Luftleere herrscht. Schließlich konnten sie die Halbkugeln trotz aller Mühe nicht wieder von einander trennen.
Während Gummibärchen aufgrund der fehlenden Lufteinschlüsse im Vakuum nahezu unverändert bleiben, dehnen sich die lufthaltigen Mohrenköpfe stark aus und ziehen sich bei Luftzufuhr wieder zusammen. Im Anschluss an die Vorführung verspeisten die Kinder die Versuchsobjekte.
Zum Abschluss der Aktion durfte jedes Kind ein sogenanntes „Hexenschloss“ selber bauen. Für diesen Zaubertrick mussten verschiedene Metallteile gebogen und verlötet werden. Dies gelang, dank der Hilfe der Azubis, allen Kindern sehr gut.
Nachdem sich die Teilnehmer gestärkt hatten nahmen sie stolz ihre Urkunde in Empfang, die sie als echte Experten rund um das Thema Vakuum auszeichnet.
Angeleitet wurden die Kinder bei der Aktion von Geschäftsführer Dr. Frank Gitmans, dem Ausbildungsleiter Jürgen Leimeister, Sabine Brand, und die Auszubilden für Lagerlogistik Franziska Albert.