Wiebelbach. Die Chance den Maschinenbau der Firma Kurtz in Wiebelbach
hautnah kennenzulernen hatten 20 Kinder zwischen sieben und elf Jahren
am Mittwoch im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendrings Wertheim
e.V. Außerdem durften sie die Aufgaben der technischen Auszubildenden
kennenlernen. Einleitend gab Ausbildungsleiter Frank Adam in einer
Präsentation einen Überblick über den Konzern, der heute rund 1100
Mitarbeiter beschäftigt und weltweit Kunden und Repräsentanzen hat. 1779
habe alles mit der Hammerschmiede in Hasloch begonnen, 1860 wurde die
Maschinenfabrik gegründet und seit 1971 baue man Schaumstoffmaschinen.
Zur Zeit gebe es hundert Auszubildende in verschiedenen Bereichen am
Standort. Einige davon gaben ließen die Nachwuchsforscher ausprobieren,
was ein Lehrling im technischen Bereich alles Können muss. Anhand der
Entstehung einer Maschinen stellte Adam abschließend die Aufgaben der
einzelnen Abteilungen und der dort eingesetzten Mitarbeiter vor. Sein
Kollege Jürgen Schmidt führte die interessierten Gäste anschließend
durch die einzelnen Bereiche der Fertigung, wobei er viele Fragen
beantworten durfte. So wurden anfangs die Rohmaterialien für die Wellen
von Maschinen bestaunt. Weiter ging es zu den großen Bauteilen, der
Maschinen mit denen bekannte Automobilhersteller ihre Motorblöcke
gießen. „Hergestellt wurde dieses in der Gießerei der Firma in Hasloch",
so Schmidt. Auch die einzelnen Bearbeitungsschritte der Teile wurden
nachverfolgt. Dabei kam man an der 2015 neu angeschafften Maschine zum
automatischen Fräsen und Bohren großer Bauteile vorbei, die mit einer
Genauigkeit von einem tausendstel Millimeter arbeitet. Über das
Entgraten der Bauteile ging es zur Sägerei, sowie der Schweißerei. In
der Montaghalle zeigten sich die Kinder von den riesigen Anlagen und
Deckenkränen mit einer Last von bis zu 50 Tonnen schwer beeindruckt.
Neben den Maschinen zur Kunststoffverarbeitung, auf denen unter anderem
bekannte Sportschuhhersteller die Sohlen für ihre Laufschuhe fertigten,
ging es in den Bereich Gießmaschinen. Dort konnte man einige Funktionen
einer Aluminiumgussmaschine live erleben. Nach der Führung schlüpften
die Kinder in die Azubirolle und stellten unterstützt von diesen ein
Mühlespiel aus Aluminium her. Dazu wurden die Linien mit einer CNC Fräse
auf den Block aufgebracht. Es mussten Löcher gebohrt und die Spielsteine
mit professionellen Maschinen zugeschnitten werden. Aber auch das Feilen
der Ecken und Kanten von Hand wurde geübt. Anschließend wurde jedes
Spiel mit dem Namen seines jungen Forschers beschriftet. Eine
abschließende Umfrage ergab, dass den Kindern der Besuch viel Spaß
gemacht und sie viel neues gelernt hatten.


