Freitag, 12. Februar 2016

Forscherferien Fasching 2016: Spannende Einblicke in den Maschinenbau der Firma Kurtz GmbH Wiebelbach

Wiebelbach. Die Chance den Maschinenbau der Firma Kurtz in Wiebelbach

hautnah kennenzulernen hatten 20 Kinder zwischen sieben und elf Jahren

am Mittwoch im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendrings Wertheim

e.V. Außerdem durften sie die Aufgaben der technischen Auszubildenden

kennenlernen. Einleitend gab Ausbildungsleiter Frank Adam in einer

Präsentation einen Überblick über den Konzern, der heute rund 1100

Mitarbeiter beschäftigt und weltweit Kunden und Repräsentanzen hat. 1779

habe alles mit der Hammerschmiede in Hasloch begonnen, 1860 wurde die

Maschinenfabrik gegründet und seit 1971 baue man Schaumstoffmaschinen.

Zur Zeit gebe es hundert Auszubildende in verschiedenen Bereichen am

Standort. Einige davon gaben ließen die Nachwuchsforscher ausprobieren,

was ein Lehrling im technischen Bereich alles Können muss. Anhand der

Entstehung einer Maschinen stellte Adam abschließend die Aufgaben der

einzelnen Abteilungen und der dort eingesetzten Mitarbeiter vor. Sein

Kollege Jürgen Schmidt führte die interessierten Gäste anschließend

durch die einzelnen Bereiche der Fertigung, wobei er viele Fragen

beantworten durfte. So wurden anfangs die Rohmaterialien für die Wellen

von Maschinen bestaunt. Weiter ging es zu den großen Bauteilen, der

Maschinen mit denen bekannte Automobilhersteller ihre Motorblöcke

gießen. „Hergestellt wurde dieses in der Gießerei der Firma in Hasloch",

so Schmidt. Auch die einzelnen Bearbeitungsschritte der Teile wurden

nachverfolgt. Dabei kam man an der 2015 neu angeschafften Maschine zum

automatischen Fräsen und Bohren großer Bauteile vorbei, die mit einer

Genauigkeit von einem tausendstel Millimeter arbeitet. Über das

Entgraten der Bauteile ging es zur Sägerei, sowie der Schweißerei. In

der Montaghalle zeigten sich die Kinder von den riesigen Anlagen und

Deckenkränen mit einer Last von bis zu 50 Tonnen schwer beeindruckt.

Neben den Maschinen zur Kunststoffverarbeitung, auf denen unter anderem

bekannte Sportschuhhersteller die Sohlen für ihre Laufschuhe fertigten,

ging es in den Bereich Gießmaschinen. Dort konnte man einige Funktionen

einer Aluminiumgussmaschine live erleben. Nach der Führung schlüpften

die Kinder in die Azubirolle und stellten unterstützt von diesen ein

Mühlespiel aus Aluminium her. Dazu wurden die Linien mit einer CNC Fräse

auf den Block aufgebracht. Es mussten Löcher gebohrt und die Spielsteine

mit professionellen Maschinen zugeschnitten werden. Aber auch das Feilen

der Ecken und Kanten von Hand wurde geübt. Anschließend wurde jedes

Spiel mit dem Namen seines jungen Forschers beschriftet. Eine

abschließende Umfrage ergab, dass den Kindern der Besuch viel Spaß

gemacht und sie viel neues gelernt hatten.