Wertheim. Die Teilnehmer der Forscherferien des Stadtjugendrings
Wertheim (SJR) beschäftigten sich am Dienstag im Haus der Jugend und
Vereine mit der Wunderwelt unserer Sinne und deren Fähigkeiten. Die
Kursleitung hatte der SJR Vorsitzende Birger-Daniel Grein übernommen.
Bei der Frage, welche Sinneseindrücke die stärksten sind, waren sich die
15 Teilnehmer zwischen sechs und neun Jahren nahezu einig. Am besten
schmeckt Pizza, am ekligsten riecht Tierkot und am lautesten sind
Silvesterböller. Wie die einzelnen Sinneswahrnehmungen aufgenommen und
verarbeitet werden, lernten sie mit Hilfe verschiedener Experimente und
Spiele im Rahmen des dreistündigen Workshops. So erforschten sie die
Funktion der Riechzellen in der Nase, erfuhren dass ein Mensch Gerüche
erst ab einer bestimmten Konzentration wahrnehmen kann und was
Geruchsblindheit bedeutet. Weiterhin galt es verschiedene Gerüche zu
erkennen. Neben Aufbau des Ohres und die Erklärung von Schallwellen
testen Kinder auch wie das räumliche Hören möglich wird und wie das
Gleichgewichtsorgan im Ohr arbeitet. Auch mögliche Hilfsmittel für
Schwerhörige und Taube wurden besprochen. Aus eigener Erfahrung wussten
die Teilnehmer, dass sich das Ohr beim Flugzeugstart durch den Druck
„verschließe". Im Kurs lernten sie, wie dieses Phänomen entsteht und was
dagegen hilft. Außerdem stellten die Nachwuchsforscher fest, dass so
manches Geräusch gar nicht so einfach zu erkennen ist. Arbeit für den
Geschmackssinn gab es beim erkennen von Banane, Apfel und frischer Gurke
anhand des Aromas. Dabei stellten die Nachwuchsforscher fest, dass neben
den vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter auch
Konsistenz und Geruch mit für den Geschmack entscheidet sind. Bitter sei
die Wahrnehmung die man am besten schmecken könne, denn dieser Geschmack
habe eine Warnfunktion, gab es außerdem zu erfahren. Einen breiten Raum
nahm der Tastsinn und der Aufbau der Haut ein. So galt es verschiedene
Berührungen zu erkennen und Zahlen die man auf den Rücken geschrieben
bekam richtig zu nennen. Mit Hilfe zweier spitzer Stifte testen die
Kinder, welche Körperstellen die größte Dichte an Sinneszellen haben.
Auch die einzelnen Typen von Zellen für Berührung, Schmerz, Druck und
Temperatur wurden besprochen. Zuletzt wurde die Funktion und der Aufbau
des Auges erläutert. Anhand von optischen Täuschen besprach man das
Zusammenspiel von Auge und Seherfahrung im Gehirn. Während des
Nachmittags lernten die jungen Forscher auch, wie die fünf Sinne
zusammenarbeiten. Am Ende des Kurses waren sich die Kinder einig, sie
alle sind für dem Menschen wichtig.

