Mondfeld. Eine Art Rollentausch gab es im Rahmen der Forscherferien des
Stadtjugendring Wertheim. Zuhause stehen meist die Eltern am Herd, am
Freitag jedoch kochten 16 Kinder zwischen sieben und zehn Jahren als
"junge Küchenchefs" im Pfarr- und Jugendheim Mondfeld für ihre Eltern
und Geschwister. Diese konnten sich am Abend an einem warm-kalten Buffet
stärken. Allen Teilnehmern gemeinsam war der Spaß am Kochen, einige
hatten auch schon Zuhause mehrfach mitgeholfen.Unterstützt durch drei
ehrenamtliche Betreuer des Stadtjugendring wurden insgesamt 14 Gerichte
zubereitet. Dabei übernahmen die Kinder alle Arbeitsschritte selbst. So
galt es Gemüse für die Vorspieße eine Gemüsesuppe zu schnippeln. Während
dessen wurden auf dem Herd Kochkäse hergestellt. Die jungen Köche
stellten dazu Vollkornquark- und Hefebrötchen her. Zum kalten Teil des
Buffets gehörten außerdem Gerupfter, auch bekannt als Obazter und
Wurstsalat. Zum warmen Hauptgang kredenzten die Teilnehmer panierte
Schnitzel und Frikadellen, Rotkohl und Kartoffelauflauf. Als Nachtisch
wurde der Auflauf "Kirschmännchen" sowie Schokoladenpudding gereicht.
Letzterer wurde aus Schokolade und Milch hergestellt, dabei galt es gut
aufzupassen, dass nichts überkocht. Auch diese Aufgabe meisterten die
Nachwuchsköche mit Bravur. Zur Begrüßung erhielt jeder Gast
selbstgemachte Organgenlimo aus Uromas Zeiten.
In den rund sieben Stunden Zeit, die für das Kochen zur Verfügung
standen, galt es Hand in Hand zu arbeiten, denn am Abend waren rund 50
Personen zum Essen anwesend. Somit wurde auch die Teamfähigkeit der
Kinder trainiert. Die Eltern und Geschwister erwartete neben dem Essen
ein abwechslungsreiches Programm. So gab es eine Vorstellung des
Stadtjugendring Wertheim und seiner Aufgaben als Dachverband und einen
Film über die Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. Außerdem führten
die Kinder zwei Sketche auf, die über das tägliche Brot und die wirren
der Sprache berichteten. Außerdem stellten sie selbst die Gerichte vor
und erzählten, unterstützt von Fotos, über die Arbeitsschritte. Am Ende
waren die Kinder stolz über das Geschaffte und bekamen viel Lob von
ihren Familien.

