Samstag, 1. November 2014

Forscherferien Herbst: Forschertag bei der Firma Industronic Bestenheid

Bestenheid. Die Forscherferien Herbst des Stadtjugendring Wertheim

stehen unter dem Motto "Junge Ingenieure". Am Montag begannen sie mit

einem Forschertag bei der Firma Industronic Industrie-Electronic

Bestenheid. Die Firma baut und entwickelt mit 160 Mitarbeitern, davon

etwas mehr als 100 am Standort Wertheim, Kommunikationssysteme und

Sprechstellen für die Industrie. Begleitet wurden die Kinder von

Techniker und Ausbilder Elmar Ehehalt seinem Kollegen Stefan Pfister und

den Auszubildenden zu Elektronikern Florian Dinkel, Julian Diener und

Edward Weiz. Im Konferenzraum gab Ehehalt den jungen Forschern einen

Überblick über das Unternehmen und beantwortete erste Fragen der Kinder.

Dabei sahen diese auch den Imagefilm des Unternehmens. "Zu unserer

Kunden zählen riesige Stahl und Chemiewerke die doppelt so groß wie die

Stadt Wertheim sind", verdeutlichte er. Die Abnehmer weltweit kämen

hauptsächlich aus der Schwerindustrie und dem Öl- und Gasabbau. Aber

auch in Atomkraftwerken, Häfen und dem Logistikbereich von Flughäfen

würden die Sprechstellen und Warnsysteme eingesetzt. "Unsere Technik

kommt dort zum Einsatz wo es laut, dreckig und gefährlich ist",

umschrieb Ehehalt. Besprochen wurde auch, was eine Ex geschützte Anlage

ist und das diese in Bereichen zum Einsatz kommt, die

Explosionsgefährlich sind. Nach der Einführung lernten die Kinder in

einer Vitrine verschiedene Geräte aus der Firmengeschichte kennen. Im

"kleinen Museum", wie sie der Techniker nannte, fand sich auch eine

Sprechstelle, die durch starke Hitze in Folge auslaufenden Stahls total

verschmolzen war. "Sie funktioniert dennoch auch weiterhin", betonte der

Experte. Weiter ging es durch die Werkstatt wo die jungen Forscher den

Schaltschrankbau bestaunen konnten. Interessant fanden sie die

Testreihen für die Warn- und Sprechsysteme. Dabei gab es verschiedene

automatische Durchsagen zu hören, die das Einsatzgebiet der Geräte

verdeutlichten. Auch einen Blick in die Verpackung und Versand konnten

die Gäste werfen. Im Anschluss konnte jeder Teilnehmer als

Nachwuchsingenieur aktiv werden. So galt es an der ersten Station auf

einen Smiley aus Lichtern ein LED aufzulöten. Bei den beiden anderen

Stationen wurden die Gäste mit den Produkten vertraut gemacht. So

mussten verschiedene Sprechstellen verdrahtet werden. Darunter eine

Stelle für den Außen- und eine für den Ex-Bereich.Weiterhin wurde eine

Lampe für die optische Signalisierung angebunden. An der dritten

Station galt es eine neue Sprechstelle zu "parametrisieren", und diese

einem bestehenden System hinzuzufügen. Dabei wurde mit Hilfe der

entsprechen Spezialsoftware die Sprechstelle im System registrieren,

ihre Tastenbelegung festgelegt und Verbindung zu den anderen beiden

Sprechstellen erfasst. Außerdem wurde ein Alarm programmiert. Am Ende

wurden die Geräte ausführlich getestet. "Mir gefiel das Löten am

besten", stellte der neunjährige David Kospach fest. "Die Programmierung

war auch toll", ergänzte der gleichaltrige Marico Neumann. Am Ende

zeigten die Kinder bei einem Quiz was sie neues gelernt hatten.