Bestenheid. Die Forscherferien Herbst des Stadtjugendring Wertheim
stehen unter dem Motto "Junge Ingenieure". Am Montag begannen sie mit
einem Forschertag bei der Firma Industronic Industrie-Electronic
Bestenheid. Die Firma baut und entwickelt mit 160 Mitarbeitern, davon
etwas mehr als 100 am Standort Wertheim, Kommunikationssysteme und
Sprechstellen für die Industrie. Begleitet wurden die Kinder von
Techniker und Ausbilder Elmar Ehehalt seinem Kollegen Stefan Pfister und
den Auszubildenden zu Elektronikern Florian Dinkel, Julian Diener und
Edward Weiz. Im Konferenzraum gab Ehehalt den jungen Forschern einen
Überblick über das Unternehmen und beantwortete erste Fragen der Kinder.
Dabei sahen diese auch den Imagefilm des Unternehmens. "Zu unserer
Kunden zählen riesige Stahl und Chemiewerke die doppelt so groß wie die
Stadt Wertheim sind", verdeutlichte er. Die Abnehmer weltweit kämen
hauptsächlich aus der Schwerindustrie und dem Öl- und Gasabbau. Aber
auch in Atomkraftwerken, Häfen und dem Logistikbereich von Flughäfen
würden die Sprechstellen und Warnsysteme eingesetzt. "Unsere Technik
kommt dort zum Einsatz wo es laut, dreckig und gefährlich ist",
umschrieb Ehehalt. Besprochen wurde auch, was eine Ex geschützte Anlage
ist und das diese in Bereichen zum Einsatz kommt, die
Explosionsgefährlich sind. Nach der Einführung lernten die Kinder in
einer Vitrine verschiedene Geräte aus der Firmengeschichte kennen. Im
"kleinen Museum", wie sie der Techniker nannte, fand sich auch eine
Sprechstelle, die durch starke Hitze in Folge auslaufenden Stahls total
verschmolzen war. "Sie funktioniert dennoch auch weiterhin", betonte der
Experte. Weiter ging es durch die Werkstatt wo die jungen Forscher den
Schaltschrankbau bestaunen konnten. Interessant fanden sie die
Testreihen für die Warn- und Sprechsysteme. Dabei gab es verschiedene
automatische Durchsagen zu hören, die das Einsatzgebiet der Geräte
verdeutlichten. Auch einen Blick in die Verpackung und Versand konnten
die Gäste werfen. Im Anschluss konnte jeder Teilnehmer als
Nachwuchsingenieur aktiv werden. So galt es an der ersten Station auf
einen Smiley aus Lichtern ein LED aufzulöten. Bei den beiden anderen
Stationen wurden die Gäste mit den Produkten vertraut gemacht. So
mussten verschiedene Sprechstellen verdrahtet werden. Darunter eine
Stelle für den Außen- und eine für den Ex-Bereich.Weiterhin wurde eine
Lampe für die optische Signalisierung angebunden. An der dritten
Station galt es eine neue Sprechstelle zu "parametrisieren", und diese
einem bestehenden System hinzuzufügen. Dabei wurde mit Hilfe der
entsprechen Spezialsoftware die Sprechstelle im System registrieren,
ihre Tastenbelegung festgelegt und Verbindung zu den anderen beiden
Sprechstellen erfasst. Außerdem wurde ein Alarm programmiert. Am Ende
wurden die Geräte ausführlich getestet. "Mir gefiel das Löten am
besten", stellte der neunjährige David Kospach fest. "Die Programmierung
war auch toll", ergänzte der gleichaltrige Marico Neumann. Am Ende
zeigten die Kinder bei einem Quiz was sie neues gelernt hatten.
