Wertheim. Einmal als Detektiv einen spannenden Fall lösen. Davon träumen
viele Kinder. Im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim
hatten am Donnerstag und Freitag 13 junge Forscher die Gelegenheit dazu.
Die Kinder zwischen sieben und zehn Jahren lösten während der
Forschernacht im Bootshaus des Kanu Club Wertheim einen spannenden
Kriminalfall und erfuhren vieles über die Funktionen und Fähigkeiten des
eigenen Körpers. Außerdem lernten sie bei einer nächtlichen Stadtführung
die Aufgaben des Wertheimer Nachtwächter kennen.
In der "Schule der Detektive" erfuhren die Teilnehmer anfangs viel neues
über den menschlichen Körper und seine Merkmale. Besprochen wurden neben
Fingerabdrücken und DNA auch die Blutgruppen und deren Vererbung. Dabei
erfuhren sie auch, dass sich eineiige Zwillinge in ihren Fingerabdrücken
unterscheiden. Außerdem lernten die Nachwuchsforscher verschiedenen
Gelenkarten und ihre Funkion kennen. Interessant fanden die jungen
Detektive, dass ein Mensch im Laufe des Tages durch die Komprimierung
der Bandscheiben um bis zu drei Zentimeter kleiner wird, beim Liegen in
der Nacht dann aber wieder anwächst. Weiterhin testen die Teilnehmer wie
Empfindlich die Haut an verschiedenen Stellen ist. Nach der geistigen
Leistung konnten sich alle bei Wasserspielen austoben. So galt es im
Team Wasser auf verschiedenen Arten zu transportieren und dabei in
vorgegebener Zeit möglichst viel des kühlen Nass von A nach B zu
bringen. Die sommerlichen Spiele endeten mit einer Wasserschlacht. Nach
dem Abendessen machten sich die jungen Detektive ans Lösen des Falls. In
ihm verschwand im Grafschaftsmuseum ein wertvolles Bild aus dem Safe,
das eine Leihgabe einer Berliner Museums war. Es gab für den Raub
mehrere Tatverdächtige, aber alle behaupteten ihr Körper würde es ihnen
unmöglich machen die Tat zu begehen. Aufgabe der Detektive war es die
einzelnen Fakten und Aussagen zu prüfen und so den Täter zu überführen.
Dazu musste man Fingerabdrücke vergleichen, vieles über die Gelenke des
Körpers, aber auch über die Wirbelsäule, die Blutgruppe und die DNA
wissen. Dank des am Nachmittag gelernten konnten die Kinder am Ende den
Fall lösen und die Täterin überführen. Am Abend ging es dann durch den
Wald zur Wertheimer Burg wo Udo Klüpfel die Kinder als Wertheimer
Nachtwächter empfing. In seiner Führung berichtete er vieles über die
alten Gemäuer. Außerdem hörten die jungen Forscher in der Altstadt eine
Menge Geschichten rund um die Main-Tauber-Stadt. Dabei stimmte er mit
den Gästen auch das Wertheimer Nachtwächterlied an und berichtete über
die früher wichtige Tätigkeit seines Standes.
Etwas besonderes war der "Geheimgang", der die Kinder und ihre Betreuer
direkt in die Kilianskapelle führte. Der Abend klang bei spannenden
Vorlesegeschichten aus.
Am nächsten Morgen lernten die Kinder noch einige spannende Merktricks
kennen um sich lange Begriffsketten und Zahlen sehr gut merken zu können.
Für alle Teilnehmer war es ein spannendes und lehrreiches Erlebnis.



