Samstag, 21. Juni 2014

Forscherferien Pfingsten: "Junge Detektive" erlebten spannende Forschernacht

Wertheim. Einmal als Detektiv einen spannenden Fall lösen. Davon träumen

viele Kinder. Im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim

hatten am Donnerstag und Freitag 13 junge Forscher die Gelegenheit dazu.

Die Kinder zwischen sieben und zehn Jahren lösten während der

Forschernacht im Bootshaus des Kanu Club Wertheim einen spannenden

Kriminalfall und erfuhren vieles über die Funktionen und Fähigkeiten des

eigenen Körpers. Außerdem lernten sie bei einer nächtlichen Stadtführung

die Aufgaben des Wertheimer Nachtwächter kennen.

In der "Schule der Detektive" erfuhren die Teilnehmer anfangs viel neues

über den menschlichen Körper und seine Merkmale. Besprochen wurden neben

Fingerabdrücken und DNA auch die Blutgruppen und deren Vererbung. Dabei

erfuhren sie auch, dass sich eineiige Zwillinge in ihren Fingerabdrücken

unterscheiden. Außerdem lernten die Nachwuchsforscher verschiedenen

Gelenkarten und ihre Funkion kennen. Interessant fanden die jungen

Detektive, dass ein Mensch im Laufe des Tages durch die Komprimierung

der Bandscheiben um bis zu drei Zentimeter kleiner wird, beim Liegen in

der Nacht dann aber wieder anwächst. Weiterhin testen die Teilnehmer wie

Empfindlich die Haut an verschiedenen Stellen ist. Nach der geistigen

Leistung konnten sich alle bei Wasserspielen austoben. So galt es im

Team Wasser auf verschiedenen Arten zu transportieren und dabei in

vorgegebener Zeit möglichst viel des kühlen Nass von A nach B zu

bringen. Die sommerlichen Spiele endeten mit einer Wasserschlacht. Nach

dem Abendessen machten sich die jungen Detektive ans Lösen des Falls. In

ihm verschwand im Grafschaftsmuseum ein wertvolles Bild aus dem Safe,

das eine Leihgabe einer Berliner Museums war. Es gab für den Raub

mehrere Tatverdächtige, aber alle behaupteten ihr Körper würde es ihnen

unmöglich machen die Tat zu begehen. Aufgabe der Detektive war es die

einzelnen Fakten und Aussagen zu prüfen und so den Täter zu überführen.

Dazu musste man Fingerabdrücke vergleichen, vieles über die Gelenke des

Körpers, aber auch über die Wirbelsäule, die Blutgruppe und die DNA

wissen. Dank des am Nachmittag gelernten konnten die Kinder am Ende den

Fall lösen und die Täterin überführen. Am Abend ging es dann durch den

Wald zur Wertheimer Burg wo Udo Klüpfel die Kinder als Wertheimer

Nachtwächter empfing. In seiner Führung berichtete er vieles über die

alten Gemäuer. Außerdem hörten die jungen Forscher in der Altstadt eine

Menge Geschichten rund um die Main-Tauber-Stadt. Dabei stimmte er mit

den Gästen auch das Wertheimer Nachtwächterlied an und berichtete über

die früher wichtige Tätigkeit seines Standes.

Etwas besonderes war der "Geheimgang", der die Kinder und ihre Betreuer

direkt in die Kilianskapelle führte. Der Abend klang bei spannenden

Vorlesegeschichten aus.

Am nächsten Morgen lernten die Kinder noch einige spannende Merktricks

kennen um sich lange Begriffsketten und Zahlen sehr gut merken zu können.

Für alle Teilnehmer war es ein spannendes und lehrreiches Erlebnis.