Mittwoch, 9. April 2014

Forscherferien Fasching: Einblicke in die Firma Lenz

 

Wertheim. Viele Fragen im Gebäck hatten die Kinder zwischen sechs und zehn Jahren die im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim am Mittwoch die Firma Lenz Laborglasinstrumente besuchten. Die Forscherferien Fasching stehen unter dem Motto "Einblicke in Wertheimer Unternehmen". Wegen des großen Interesses erklärte sich die Firma Lenz bereit gleich zwei Gruppen am Mittwoch und Donnerstag diesen Einblick zu ermöglichen. So konnten insgesamt 40 junge Forscher vieles über das Unternehmen und seine Arbeit erfahren. Geführt wurden sie von Betriebsleiter Uwe Faulhaber und Disponentin Christine Knopp.
Dabei staunten auch die Experten des Unternehmens über die vielen Detailfragen der Kinder.
Die Teilnehmer erfuhren unter anderem, dass im vollautomatisierten Lager rund 12000 verschiedene Laborartikel auf den Versand warten. Diese würden von 95 Mitarbeitern hergestellt. Die Lieferung erfolge, so Faulhaber, genau zu dem Termin den man mit den Kunden vereinbart hat. "So spart dieser Lagerkapazität."
In der Qualitätskontrolle sahen die Kinder, wie ein Destillierkolben auf Dichtigkeit, Maße und Sauberkeit geprüft wurde. Dabei erfuhren sie einiges über den Einsatz von Vakuumpumpen bei der Prüfung. Faulhaber beantwortete ausführlich die vielen Fragen die die Nachwuchsforscher zum Einsatzgebiet und der Herstellung des Kolbens und anderer Produkte hatten.
Im Versand staunten die Gäste darüber, dass Lenz seine Produkte in insgesamt rund 85 Länder liefert. Auch einen Blick in die Schlosserei, in der Formen und Werkzeuge für die einzelnen Maschinen gebaut werden, konnten die Gäste werfen. Sie lernten auch, wie aus den Glasrohren die verschiedenen Produkte geformt werden. Zuerst staunten sie jedoch über die Teils riesigen Röhren die als Rohmaterial der Laborglasinstrumente dienen. "Insgesamt verarbeiten wir rund 130 Tonnen Glasrohre im Jahr" machte Faulhaber deutlich. Die Kinder durften auch die teuren Diamantschleifköpfe befühlen, mit dem das Glas geschliffen wird. Außerdem sahen sie wie dieses geschnitten und gebohrt wurde. Auch die Reinigungsstraße wurde genau begutachtet. "Das ist wie eure Spülmaschine zu Hause nur viel größer." Das dabei verwendete Wasser würde man reinigen und immer wieder verwenden. Heiß wurde es im Firmenbereich an dem die Formen durch die heiße Flamme entstehen. "Ich fand die vielen Roboter cool", berichtete der neunjährige Luca Schlör, über die insgesamt acht automatischen Helfer die verschiedene Glasprodukte anfertigen. Bei Lenz ist aber auch noch viel Handarbeit gefragt. So formen die Glasapparatebauer an der bis zu 1500°C heißen Flamme viele der Laborglasinstrumente noch manuell. Wie schwierig das sein kann, durften die jungen Forscher selbst ausprobieren. So konnte sich jeder von ihnen am Ende der Führung eine eigene Glaskugel blasen. Diese wurde dann stolz den Eltern präsentiert. Dabei berichteten die Kinder auch über das neu erworbene Wissen.