Wertheim. Ob Literaturhelden wie Harry Potter oder reale Magiekünstler.
Zauberer mit ihren Trick sind für Kinder etwas Faszinierendes. Im Rahmen
der Kinderkulturwochen bot der Stadtjugendring am Sonntag 20 Kindern
zwischen zehn und 14 Jahren die Möglichkeit selbst einige magische
Tricks zu lernen. Als ehrenamtlichen Workshopleiter konnte man Zauberer
Bennini, aus Boxtal, gewinnen. So warteten die Kinder, hauptsächlich
Mädchen, gebannt bis Bennini, bürgerlich Benjamin Krull, den ersten
Trick präsentierte. Für seine Zaubereien reichten dem Workshopleiter
einfache Haushaltsmaterialien. Zu erst lernten die Kinder den Trick der
Tuchbefreiung. Dabei wurde ein kleines Tuch in ein Glas gesteckt und ein
großes Tuch darüber gelegt. Die Nachwuchskünstler sollten nun behaupten
sie können den Glasboden flüssig machen und so das Tuch herausholen,
obwohl beide Glasöffnungen verschlossen seien. Mit etwas Geschick und
den richtigen Drehungen beherrschten die Kinder den Trick sehr schnell.
"Bei Auftritten ist das Entertainment sehr wichtig" erklärte Krull. "Das
Publikum will unterhalten werden." Außerdem lenkt ein guter Zauberer
damit das Publikum ab, so dass dieses die Tricks nicht bemerken."Am
besten ihr übt euren Trick vorm Spiegel oder filmt euch dabei, dann seht
ihr euch so wie das Publikum euch wahrnimmt", gab er den
Nachwuchsmagieren mit auf den Weg.Während des ganzen Workshop notierten
die Kinder eifrig Trickabläufe und Tipps.
Beim folgenden Aschezauber sollte Asche die oben auf der geballten Hand
lag, in die Handfläche hinein gezaubert werden. Jeweils zu zweit wurde
der Trick geübt, bis er allen gelang.
Bastelarbeit war gefragt als es darum ging eine Schraube unter einem
Becher magisch von ihrer aufgeschraubten Mutter zu befreien. Neben viel
Fingerspitzengefühl waren dazu Karteikarten und durchsichtiger
Nylonfarben nötig. Bald hörte man von allen Plätzen: "Toll! Es hat
geklappt."Ein guter Entertainer mussten die Teilnehmer auch für den
Früchtezauber sein. Zuerst lies man dabei das Publikum wahllos Früchte
nennen und gab vor diese zu notieren. Am Ende präsentierte man eine
verschlossene Kiste mit einer Frucht. Durch die Magie sollte es nun
möglich sein, dass ein Freiwilliger blind genau die Obstsorte zieht die
sich in der Kiste befand. Beim Apfel im Workshop klappte dies sofort.
Fleißig geübt wurde auch eine Münze aus einer Streichholzschachtel
verschwinden und hinter dem Ohr wieder auftauchen zu lassen.
Für den Lieblingszauber des zwölfjährigen Jan und der zehnjährigen
Pauline benötigte man neben einem Hut auch einen durchsichtigen und zwei
weiße Becher. Wobei letztere mit etwas Bastelarbeit vorbereitet werden
mussten. In seiner Show behauptete der Zauberer dann er wisse nicht mehr
genau wie der Trick funktioniere. Nachdem er einen Becher in den Hut
stellte nahm er in wieder heraus und goss dann das Wasser hinein. Dabei
so schien es, wurde auch das Innere des Hut nass. Doch dank des
gelungenen Zaubers und vieler flotter Sprüche der Teilnehmer blieb die
Kopfbedeckung trocken und das Wasser landete im Becher.
Dem zehnjährigen Heiko gefiel der Trick bei dem man eine leere,
verbeulte Coladose wieder gerade und voll zaubern konnte.
Außerdem lernten die Kinder verschiedenen Mentaltricks, unter anderem
mit Zahlenkarten oder einem Dominospiel kennen.Am Ende nahmen die
Teilnehmer stolz ihre Urkunde als Nachwuchsmagiere in Empfang. Mit den
gelernten Tricks werden sie sicher Freunde und Familie beeindrucken.


