Dienstag, 13. August 2013

Kinderkulturwochen: Kinder wurden zu Nachwuchszauberern ausgebildet

Wertheim. Ob Literaturhelden wie Harry Potter oder reale Magiekünstler.

Zauberer mit ihren Trick sind für Kinder etwas Faszinierendes. Im Rahmen

der Kinderkulturwochen bot der Stadtjugendring am Sonntag 20 Kindern

zwischen zehn und 14 Jahren die Möglichkeit selbst einige magische

Tricks zu lernen. Als ehrenamtlichen Workshopleiter konnte man Zauberer

Bennini, aus Boxtal, gewinnen. So warteten die Kinder, hauptsächlich

Mädchen, gebannt bis Bennini, bürgerlich Benjamin Krull, den ersten

Trick präsentierte. Für seine Zaubereien reichten dem Workshopleiter

einfache Haushaltsmaterialien. Zu erst lernten die Kinder den Trick der

Tuchbefreiung. Dabei wurde ein kleines Tuch in ein Glas gesteckt und ein

großes Tuch darüber gelegt. Die Nachwuchskünstler sollten nun behaupten

sie können den Glasboden flüssig machen und so das Tuch herausholen,

obwohl beide Glasöffnungen verschlossen seien. Mit etwas Geschick und

den richtigen Drehungen beherrschten die Kinder den Trick sehr schnell.

"Bei Auftritten ist das Entertainment sehr wichtig" erklärte Krull. "Das

Publikum will unterhalten werden." Außerdem lenkt ein guter Zauberer

damit das Publikum ab, so dass dieses die Tricks nicht bemerken."Am

besten ihr übt euren Trick vorm Spiegel oder filmt euch dabei, dann seht

ihr euch so wie das Publikum euch wahrnimmt", gab er den

Nachwuchsmagieren mit auf den Weg.Während des ganzen Workshop notierten

die Kinder eifrig Trickabläufe und Tipps.



Beim folgenden Aschezauber sollte Asche die oben auf der geballten Hand

lag, in die Handfläche hinein gezaubert werden. Jeweils zu zweit wurde

der Trick geübt, bis er allen gelang.



Bastelarbeit war gefragt als es darum ging eine Schraube unter einem

Becher magisch von ihrer aufgeschraubten Mutter zu befreien. Neben viel

Fingerspitzengefühl waren dazu Karteikarten und durchsichtiger

Nylonfarben nötig. Bald hörte man von allen Plätzen: "Toll! Es hat

geklappt."Ein guter Entertainer mussten die Teilnehmer auch für den

Früchtezauber sein. Zuerst lies man dabei das Publikum wahllos Früchte

nennen und gab vor diese zu notieren. Am Ende präsentierte man eine

verschlossene Kiste mit einer Frucht. Durch die Magie sollte es nun

möglich sein, dass ein Freiwilliger blind genau die Obstsorte zieht die

sich in der Kiste befand. Beim Apfel im Workshop klappte dies sofort.

Fleißig geübt wurde auch eine Münze aus einer Streichholzschachtel

verschwinden und hinter dem Ohr wieder auftauchen zu lassen.



Für den Lieblingszauber des zwölfjährigen Jan und der zehnjährigen

Pauline benötigte man neben einem Hut auch einen durchsichtigen und zwei

weiße Becher. Wobei letztere mit etwas Bastelarbeit vorbereitet werden

mussten. In seiner Show behauptete der Zauberer dann er wisse nicht mehr

genau wie der Trick funktioniere. Nachdem er einen Becher in den Hut

stellte nahm er in wieder heraus und goss dann das Wasser hinein. Dabei

so schien es, wurde auch das Innere des Hut nass. Doch dank des

gelungenen Zaubers und vieler flotter Sprüche der Teilnehmer blieb die

Kopfbedeckung trocken und das Wasser landete im Becher.



Dem zehnjährigen Heiko gefiel der Trick bei dem man eine leere,

verbeulte Coladose wieder gerade und voll zaubern konnte.



Außerdem lernten die Kinder verschiedenen Mentaltricks, unter anderem

mit Zahlenkarten oder einem Dominospiel kennen.Am Ende nahmen die

Teilnehmer stolz ihre Urkunde als Nachwuchsmagiere in Empfang. Mit den

gelernten Tricks werden sie sicher Freunde und Familie beeindrucken.