Eine Nacht rund um Wald und Wetter erlebten 16 Kinder zusammen mit ihren
Betreuern in der Waldhütte Grünenwört. Während der Übernachtung erfuhren
die Jungen und Mädchen zwischen 6 und 10 Jahren vieles über die Tiere im
Wald und das Wetter als unser täglicher Begleiter.
Nachdem die Kinder bei einer "Hüttenrallye" die näher Umgebung der Hütte
kennengelernt hatten erfuhren sie in einem Workshop vieles über die
Entstehung unseres Wetters. Unter Leitung des Stadtjugendring
Vorsitzenden Birger-Daniel Grein führten die Kinder dazu Experiment
unter anderem zu Hoch- und Tiefdruckgebieten, Temperatur und zur
Entstehung von Wind durch. Zusätzlich lernten sie was der Unterschied
zwischen Wetter, Witterung und Klima ist. So erfuhren die Kinder in
einem Experiment, dass unser Körper nur Temperaturunterschiede spüren
kann. Sie sprachen über die tiefste jemals gemessene Temperatur von
-89,2 Grad Celsius in der Antarktis und die höchste von 57,8 Grad in
Libyen. Die jungen Forscher staunten auch über den selbst gebaute
"Flaschenthermometer" mit dessen Hilfe Grein die Funktion eines analogen
Thermometers erklärte. Mit Hilfe von Kerzen lernten die Teilnehmer, dass
Wind durch die Bewegung von kalten und warmen Luftströmen entsteht.
Anhand eines weiteren Experimentes wurde die sogenannte "Windeskälte"
(Windchill) erklärt. Als Hingucker begeisterte ebenfalls der Tornado in
der Wasserflasche und im Wasserglas die Teilnehmer.
Bei Teamspielen traten Mannschaften der Kinder gegen eine
Betreuermannschaft an.Dabei mussten
ein Becher, ein Ballon und einen Ball jeweils zu zweit möglichst schnell
über eine Strecke transportiert werden, ohne dass man dabei die Hände
benutzt. Dazu mussten sich die Teams erst eine Strategie überlegen. Die
Spiele gewannen die Kindermannschaften haushoch.
Vor dem Abendessen präsentierten dann einige Teilnehmer des
Merktechnikkurs noch ihr neu erworbenes Können und merkten sich stolz
zum erstaunen der anderen Teilnehmer und Betreuer lange Zahlen und
Begriffsketten.
Am Abend beschäftigten sich die jungen Forscher mit dem Wald und seine
Bewohner. Förster Andreas Langguth aus Kreuzwertheim erzählte bei einer
Waldführung über verschiedene Waldtiere und ihre Spuren.
Dafür hatte er zuvor im Wald Schaubilder, sowie Tiermodelle aufgestellt.
Bei einem Rundgang gingen die Kinder dann auf Spurensuche und lernten
unter anderem vieles über Hase, Wildschwein und Reh. Mit Begeisterung
zeigten die jungen Forscher danach beim Waldquiz ihr neues Wissen.
Der Abend klang mit Stockbrot am Lagerfeuer und Kartenspielen in der
Hütte aus.
Am nächsten Morgen stand das große Wetterabschlussquiz auf dem Programm.
Fotos: Günter Herberich (vielen Dank dafür)