Kinder engagierten sich als Filmemacher
Wartberg. Zwei ganz besondere Schultage ermöglichte das ehrenamtliche Projekt "Meine Schule" des Stadtjugendring Wertheim den Schülern der Klasse 4a der Otfried-Preußler-Schule Wartberg.
Unter Leitung des Stadtjugendringvorsitzenden Birger-Daniel Grein produzierten sie am vergangenen Donnerstag und Freitag einen Reportagefilm über ihre Grundschule.
"Ziel des Projektes ist es, die Medienkompetenz von Kindern handlungsorientiert zu stärken. Außerdem möchten wir damit die Zusammenarbeit von Schulen und verbandlicher Jugendarbeit stärken", erklärte Grein.
Am Donnerstagmorgen lernten die Kinder die verschiedenen Darstellungsarten wie Reportage, Nachrichten, Interview, Kommentar und gespielte Szene kennen und erfuhren auf was es in den einzelnen Bereichen ankommt. Außerdem erhielten sie Hinweise zur Kameraführung und dem richtigen Verhalten beim Drehen. Anschließend einigte man sich auf zehn Themen die im Film dargestellt werden sollten. In fünf Gruppen aufgeteilt machten sich die 19 Schülerinnen und Schüler dann ans Werk. Es wurden Interviewfragen notiert, Kommentare geschrieben, und Reportagetexte vorbereitet. Außerdem recherchierten die Schüler fleißig Informationen über ihre Schule und deren Namensgeber, den Kinderbuchautor Otfried Preußler.
Am Freitag hieß es dann "Ruhe bitte und Action", nachdem man die Begrüßung abgedreht hatte stellten einige Schülerinnen und Schüler vor der Kamera den Namensgeber ihrer Schule vor. Eine weitere Gruppe widmete sich dem Thema Unterricht. Sie spielten eine Szene aus ihrem eigenen Unterricht nach, besuchten Schulstunden in anderen Klassen und führten Interviews zum Thema mit Mitschülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Auch beim Thema Hausaufgaben kamen Kinder aus anderen Klassen zu Wort. Zusätzlich betonte eine Schülerin der entsprechenden Gruppe in einem Kommentar, wie wichtig diese sind. Andere Schüler stellten jüngere Mitschüler vor und befragten sie, was ihnen an der Schule besonders gefällt. Außerdem berichteten sie über die Grundschulförderklasse. Im Pausenhof wurde über die verschiedenen Spielgeräte und Bereiche informiert und diese auch vorgeführt. Auch die Vorstellung der Sporthalle mit ihren Geräten und einen Bericht über die Ausflüge durfte nicht fehlen.
Wichtig war auch ein Interview mit Schulleiter Christoph Wolz. Etwas nervös, aber hochprofessionell befragten ihn ein Schüler und eine Schülerin zu Themen rund um die Schule. Aber auch einige persönliche Dinge kamen zur Sprache.
Am Ende der zwei Vormittage zeigten sich die jungen Filmemacher und Klassenlehrer Tobias Spielmann stolz und zufrieden mit ihrem Ergebnis. Auch Grein zog ein sehr positives Resümee.