Samstag, 30. März 2013

Forscherferien: Einblicke in die Firmen aquila, Main-Tauber-Kunststoff und Tesla Automation


Kinder lernten vieles rund um die Schwimmbadtechnik

Reinhardshof. In einem Schwimmbad waren sie schon alle. Nun erfuhren 32
Kinder im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring wie die Anlagen
entstehen die dort für sauberes Wasser sorgen. Bei einem Besuch in den
Firmen Main-Tauber-Kunststoff, aquila Wassertechnik und Tesla Automation
auf dem Reinhardshof erfuhren sie wie die aufwendigen Anlagen geplant
und gebaut werden. Dies war nicht nur für die Kinder eine Premiere. Es
war auch das erste Mal, dass sich die drei Firmen an solch einer Aktion
beteiligten. Die Geschäftsführer von aquila und Main-Tauber-Kunststoff
Wolfgang Clärding und Reimund Klein begrüßten die jungen Forscher und
gaben ihnen einige Informationen über die Unternehmen. Zusammen haben
die Firmen rund 90 Mitarbeiter und acht Auszubildende im technischen und
kaufmännischen Bereich.
Anschließend begaben sich die Besucher, aufgeteilt in zwei Gruppen, auf
einen Rundgang durch die Unternehmen. Norbert Hock, Betriebsleiter bei
Main-Tauber-Kunststoff führte die Kinder durch die Produktion seiner
Firma. Dabei sah man unter anderem große CNC Maschinen und eine Anlage
die große Plastikteile verbinden kann. Dazu werden die Kanten auf
300-350 Grad erhitzt, so dass sie schmelzen. Drückt man die Teile danach
zusammen werden sie untrennbar verbunden. Die Besucher durften auch
einen Blick auf die Vielfalt der Produkte werfen. Neben großen Behälter,
die mit Sand und Aktivkohle gefüllt, als Filter benutzt werden sah man
auch viele kleinere Teile, wie unterschiedliche Düsen. Besonders angetan
hatte es den Kindern eine komplett aufgebaute Regendusche, die für
Testzwecke in der Unternehmenshalle stand. Hier wollte jedes Kind einmal
am Regler drehen um die Brause in Betrieb zu nehmen.
Auch ein Filter, der sich am Deckenkranen befand, sorgte für
Aufmerksamkeit. „Befüllt wiegt der bis zu fünf Tonnen", erklärte Hock.
Auf Nachfrage ergänzte er: „Wir bauen ungefähr vier bis fünf solcher
Filter pro Woche." Auch dem Wunsch den Kranen in Aktion zu sehen kam
Hock nach. So schwebte der Behälter vor den Augen der staunenden Kinder
mühelos nach oben.

Die jungen Forscher durften auch selbst handwerklich aktiv werden.
Unterstützt von Auszubildenden baute jeder von ihnen eine Spardose aus
Plexiglas und PVC. Dazu musste in den Körper der Dose von Hand zwei
Gewinde gebohrt werden, auf die der Boden aufgeschraubt wurde.
Anschließend wurde noch der Deckel aufgeklebt.

Frank Weiß, Geschäftsführer von Tesla Automation führte die Kinder durch
die Werkstatt seines Unternehmens. Dort entstehen Schaltschränke mit
denen man zum Beispiel die Freibadtechnik und Filteranlagen steuern kann.

Alles beginnt mit einem leeren Schrank in den eine Menge Kabel,
Sicherungen und Schalter montiert werden. Dazu kommt ein Computer der
die Steuerung der Technik übernimmt. „Der Computer sorgt zum Beispiel
dafür dass eine Pumpe mit Strom versorgt wird." erklärte Weiß. Im
Anschluss demonstrierte er die Steuerungssoftware. Die Kinder durften
auch die langen Kabel, die in den Schränken verbaut werden, anfassen und
begutachten. Weiß beantwortete nebenbei noch viele Fragen der
interessierten Besucher.

Im Büro erfuhren sie, dass man von Wertheim aus jede gebaute Anlage über
das Internet fernsteuern kann. „Schalt doch mal die Rutsche in dem Bad
ein!", baten einige der Kinder. Diesen Wunsch konnte man leider nicht
erfüllen. Technisch wäre es zwar möglich, aber die Verbindung dient nur
der Fernwartung. Die Attraktionen steuert man vor Ort. Udo Häfner,
Leiter des technischen Büros bei aquila erklärte Anhand von Bauplänen,
wie eine große Filteranlage funktioniert. Mit Hilfe verschiedener Fotos
zeigte es auch, wie seine Firma die Anlagen baut und anschließend
testet. Danach warf man noch einen Blick in die Konstruktionsabteilung
wo die Pläne für die komplexen Systeme erstellt werden.

Nach einer Stärkung konnten die Kinder ihren Eltern vieles über die
Geheimnisse der Freibadtechnik berichten. Nicht nur für sie war es eine
gelungene Premiere, auch Hock zeigte sich mit dem Verlauf des Tages sehr
zufrieden.