Donnerstag, 1. November 2012

Forscherferien: Wie entsteht ein Reinigungsmopp

Kinder schauten hinter die Kulissen der Firma Vermop

Wertheim-Bestenheid. Rund um die Herstellung von professionellen Reinigungsgeräten ging es gestern beim Forschertag der Firma Vermop Deutschland GmbH. 21 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren besichtigten im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim einen Teil der Produktion des Unternehmens und lernten dabei die Produkte hautnah kennen. 

„Wir werden euch zum Beispiel zeigen, wie ein Mopp in der Textilfertigung entsteht“, damit machte Günter Herberich aus der Personalabteilung die jungen Forscher gleich zu Beginn neugierig. Seine beiden Kolleginnen Kerstin Frink und Tatjana Müller hatten sich einiges einfallen lassen, damit die Kinder im Schulungszentrum später verschiedene Produkte ausprobieren konnten. Zunächst erfuhren die Gäste, dass sich das Unternehmen in mehr als 80 Jahren Firmengeschichte von einer einstigen Mopp-Näherei zu einem internationalen Unternehmen entwickelt hat. Derzeit werden 19 Auszubildenden in den unterschiedlichen Berufen ausgebildet.
Vermop produziert Reinigungssysteme im besten Sinne „Made in Germany“, dann alle Produkte entstehen vollständig in Deutschland.

Wie ein Mopp hergestellt wird, erfuhren die Kinder in der Textilfertigung von Hans-Jürgen Ott, der als Produktionsleiter für diesen Bereich verantwortlich ist. „Jeder Mopp der hergestellt wird, hat zwischen acht und 16 Durchlaufstationen“, erklärte er hierzu. Ute Carptener zeigte in der Stickerei wie man ein Logo für die jeweiligen Kunden stickt. Bis zu 45000 Stiche sind hierzu erforderlich. An anderen Maschinen wird jeder einzelne Mopp geschnitten und dabei immer wieder kontrolliert. Auf einer Spule, die die Maschine versorgt, sind bis zu 11 Kilometer Nähfaden aufgewickelt. Man bekam sogar einen 80 Jahre alten Webstuhl zu sehen, auf dem immer noch der „Pudelmop“ hergestellt wird.
Die einzelnen Produkte kennenlernen konnten die Kinder später im Schulungszentrum. Dort fuhren die jungen Forscher mit dem „Scandic Speed-Runner“, einem Roller mit dem man putzen kann oder dem „Equipe-Move“, einem elektrisch angetriebenen Reinigungswagen. Verschiedene Garne und Granulat für die Spritzgussfertigung wurden ebenso unter die Lupe genommen. Nach dem interessanten Rundgang und der Erlebniswelt mit den Produkten von Vermop waren alle hungrig. So gab es noch einen Imbiss und Erfrischungen. Ausgerüstet mit einem Gabelmopp und einer mit dem eigenen Namen bestickten Tasche machten sich die Grundschüler voller Eindrücke auf den Heimweg.