*Auf den Spuren der Grafen*
Wertheim. Wann wurde die Burg gebaut? Wie lebten die Wertheimer Grafen
im Mittelalter? Und was sind eigentlich Schießscharten? Im Rahmen der
Kinderkulturwochen hatten 44 Mädchen und Jungen am Dienstag die
Möglichkeit, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Dabei erfuhren sie
einiges über die Wertheimer Burg und deren einstigen Bewohner.
Als Experte in Sachen "Burg Wertheim" erwies sich Alfons Göpfert. Er
führte die Mädchen und Jungen gemeinsam mit den beiden Betreuern vom
Stadtjugendring, Birger-Daniel Grein und Andrea Fluhrer, durch die
Ruine. Dabei hatte er zu vielen Teilen des Bauwerks interessante
Anekdoten, Fakten und Geschichten parat.
Bevor es zum, wie die Kinder meinten, anstrengenden Aufstieg hoch zur
Burg ging, führte Göpfert die Gruppe kurz in die Stiftskirche, um die
Grabmale der Grafen von Wertheim zu zeigen.
Auf der Burg erläuterte Göpfert, wo sich der ehemalige Burggraben
befand, weshalb es zwei Stadtmauern gab und wie die Burg einst
verteidigt wurde. Die Kinder zeigten sich sehr interessiert am
Wahrzeichen Wertheims. Dabei wussten sie auch schon allerhand über
Burgen an sich. "Die Burg ist eben immer wieder interessant", stellte
Alfons Göpfert fest.
Nach der Besichtigung des Zehnringturms, des Brunnens, des inneren
Grabens, wo heute viele Veranstaltungen stattfinden, sowie des oberen
Bollwerkes, gab es für die Kinder noch etwas Besonderes zum Schluss: Bei
einem von Udo Steigerwald, Inhaber der Burggaststätte, spendiertem Essen
inklusive Eis konnte sich die Gruppe stärken und die interessante
Burgführung ausklingen lassen.
Quelle: Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 06.09.2012

