Freitag, 1. Juni 2012

Forscherferien: Wo kommt unser Trinkwasser her

Dertingen. Für die "Jubiläums-Forscherferien" - der Stadtjugendring  wurden in diesem Jahr 45 Jahre alt - hat Vorsitzender Birger-Daniel Grein eine Reihe von Exkursionen mit dem Thema "Ein Blick hinter die Kulissen" aufgestellt. Am Donnerstag gingen knapp 20 Grundschüler in diesem Rahmen der Gewinnung des Wertheimer Trinkwassers auf den Grund. Hierzu führte Richard Diehm von den Stadtwerken sie zu einem der sechs Trinkwasserbrunnen im Wasserschutzgebiet des Dertinger Aalbachtals.

Äußerlich sah der nicht besonders spannend aus, doch immerhin konnte man in seinen Rohren das Wasser rauschen hören, von dem er in der Sekunde 20 Liter aus einer Tiefe von knapp 50 Metern fördert. Gemeinsam, erklärte Diehm, reichen diese Brunnen aus, um knapp 30 000 Einwohner Wertheims und Freudenbergs mit hochwertigem Frischwasser zu versorgen.

Damit diese Qualität nicht abnimmt, wenn mit dem geplanten Ausbau der A3 unberechenbare Bewegungen in die unsichtbare Topographie unterhalb der Erde Dertingens komme, haben die Stadtwerke im letzten Jahr eigens ein modernes Aufbereitungswerk mit neuester Filtertechnik in der Nähe gebaut, zu dem im Lauf dieses Jahres noch eine Wasserenthärtungsanlage kommen wird. Auch dieses voll automatisierte Wasserwerk führte Diehm den Kindern vor.

Bei einer Geschmacksprobe konnten sie sich davon überzeugen, dass das, was dort aus einer Serie von komplizierten Filterstraßen kommt, genau das Gleiche ist wie bei dem heimischen Wasserhahn. Um den Überblick über den Weg, den das Trinkwasser vom Brunnen bis zum Kaffeekocher geht, zu vervollständigen, wanderte die Gruppe schließlich noch zum Hochbehälter im Steigerholz, der einen gleichbleibenden Druck im Wassernetz gewährleistet und in Zeiten von besonders hohem oder niedrigem Verbrauch als Puffer dient.
Quelle: Fränkische Nachrichten vom 01.06.2012
Foto: Birger-Daniel Grein