Samstag, 9. Juni 2012

Forscherferien: Forschernacht rund um Wald und Wasser

Kinder lernten viel über Natur und Naturphänomene

Wertheim-Grünenwört. Eine Nacht voll interessanter Erkenntnisse rund um Wald und Wasser erlebten am Donnerstag und Freitag fünfzehn junge „Forscher“ zwischen sechs und zehn Jahre im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim. Nachdem sich Kinder und Betreuer in der Hütte eingerichtete hatte traf man sich mit dem Grünenwörter Imker Arthur Schwab, der die Kinder als Experte in die Geheimnisse das Waldes einführte. Schwab hatte zu Beginn seiner Waldführung verschiedene Blätter und Zweige mitgebracht. Dabei lernten die Kinder woran man verschiedene Baumarten erkennen kann. Etwas verwundert zeigten sich die Kinder darüber, dass Waldhonig nicht aus Blütenstaub sondern aus sogenanntem Honigtau entsteht. Dabei handelt es sich um Ausscheidung bestimmter Pflanzensaft saugender Lausarten. Beim anschließend Gang durch den Wald erfuhren die Kinder vieles über dessen Tier und Pflanzenwelt. Man sah unter anderem wie eine „Ameisenstraße“ funktioniert, beobachtete die Ameisen und fand am Rand Walderdbeeren. Außerdem staunten die Teilnehmer über einen Baum mit großen Löchern, als dessen Urheber man den Specht erkannte.
Nach dem Abendessen widmete man sich dem zweiten Teil der Aktion, dem Wasser. Unter Leitung des Stadtjugendring Vorsitzenden Birger-Daniel Grein lernten die Kinder vieles über die Eigenschaften von Wasser, Lösbarkeit von Stoffen, oder den chemischen Aufbau von Zucker.
Ein Highlight dabei war die Cola-Mentos-Phontäne, die durch das Internet Berühmtheit erlangt hatte.
Im Anschluss an die Experimente forderten die Kinder ihre Betreuer, Rainer Kohrmann, Ulrike Kiesecker und Günter Herberich, bei zwei Teamspielen heraus.
Im ersten ging es darum mit Hilfe verschiedener außergewöhnlicher Materialien Wasser über eine längere Strecke zu transportieren, beim zweiten mussten mit Wasser gefüllte Ballons sicher eine Höhe überwinden.
Nach Einbruch der Dunkelheit machte man sich auf zur Nachtwanderung. Dort konnten die Kinder den spannenden Geräuschen des Waldes lauschen und auch etwas ihren Mut beweisen.
Den Abend lies man bei Stockbrot am Lagerfeuer ausklingen. Am nächsten Morgen beschäftigte man sich noch einmal mit der Chemie. So untersuchten die Kinder Folien die sich im Wasser auflösen und stellten selbst einen Flummi her, den sie mit nach Hause nehmen konnten.
Am Ende der Aktion konnten sich die Teilnehmer in vielen Bereichen als Experten von Wald und Wasser fühlen. Ihr Wissen werden sie gerne an Eltern und Geschwister weitergeben.

Bild 1: Die Kinder bestaunten bei der Waldführung einen Ameisenhausen (Foto Günter Herberich)
Bild 2: Die Kinder lernten an welchen Merkmalen man verschiedene Baumarten erkennen kann.
(Foto Birger-Daniel Grein)