Freitag, 29. April 2011

Bericht Besuch im Wasserkraftwerk

Wie aus Wasser Strom erzeugt wird

Eichel. Im aktuellen Ferienprogramm bot der Stadtjugendring Wertheim an
Dienstag und Mittwoch je eine komplett ausgebuchte Exkursion zu einem
hochaktuellen Thema, der Wasserkraft, an. In den Laufwasserkraftwerken
der Staustufen bei Mondfeld und Eichel wurden je 20 Kinder von Wolfgang
Müssig , der sich alleine um zwei bis drei solcher Kraftwerke pro Tag
kümmern muss, in die grundlegende Funktionsweise der Anlagen eingeweiht.
"Wie der Dynamo vom Fahrrad", so Müssig, wandeln in Eichel
beispielsweise zwei große Turbinen die Kraft des auf ihre Schaufeln
fallenden Wassers effizient, zuverlässig, störungsarm und vor allem
umweltfreundlich in einen elektrischen Strom von rund 2,3 Megawatt
Leistung um - "in einer Stunde so viel, wie ihr zuhause in einem Jahr
verbraucht!" Von der angegliederten Umspannstation aus wird der Strom
ins bayrische Starkstromnetz und von dort weiter zum nächsten
Transformator und zum Endverbraucher geleitet. Wie Müssig weiter
erklärte, leistet die Eicheler Anlage diesen Dienst schon seit 1939, als
sie zu der drei Jahre älteren Staustufe hinzugefügt wurde. Damit sei die
Wasserkraft die erste regenerative Energiequelle, die massenhaft zur
Stromerzeugung genutzt wurde. Besonders faszinierend: Die Turbinen, also
das Herzstück des Kraftwerks, werden nur alle zehn bis 15 Jahre überholt
und bestehen noch vollständig aus den über 70 Jahre alten Originalteilen
- für einen Zehnjährigen eine beinahe astronomische Zeitspanne. Neben
den riesigen Siemens-Turbinen fühlten sich die Kinder ziemlich klein und
wollten gar nicht so recht glauben, dass dieses Kraftwerk der Eicheler
Staustufe noch ein verhältnismäßig "kleines" ist. gut

Quelle: FN vom 28.04.11