Freitag, 12. September 2014

Kinderkulturwochen: "Axolotl-Abenteuer" informierte über besondere Tierart

Hofgarten. Gemeinsam mit der Axolotl-Züchterin Rita Thomas bot der

Stadtjugendring Wertheim im Rahmen der Kinderkulturwochen ein "Axolotl

Abenteuer" an. Das Interesse an den Tieren aus Familie der mexikanischen

Querzahnmolche war so groß, dass am Dienstag und Mittwoch eine Aktion

stattfand. Insgesamt nahmen rund 30 Kinder zwischen sieben und zwölf

Jahren am Kurs teil. Der natürlicher Lebensraum der Tierart sei, so

Thomas, der Xochimilco-See und der Chalco-See bei Mexiko-Stadt. Dazu

gehöre ein Kanalsystem vulkanischen Ursprungs. Durch die Ausdehnung der

Stadt werde dieses System aber immer kleiner. Außerdem nehme die

Umweltverschmutzung zu. Dadurch stehen die besonderen Tiere heute auf

der Liste der bedrohten Arten.

Axolotl ließen sich gut zu Hause halten, allerdings gibt es wichtig

Regeln die dabei zu beachten seien. Bei deren Erklärung wurde Thomas von

ihren beiden Söhnen, dem elfjährigen Nathan und dem neunjährigen Josef

unterstützt. "Die Wassertemperatur des Aquarium sollte zwischen zwölf

und 20 Grad liegen", erklärte Nathan. Als Kühlmittel könnten dabei zum

Beispiel Kunststoffflaschen mit gefrorenem Wasser dienen. Der Boden

sollte aus kleinem, nicht spitzen Material bestehen. "Die Tiere haben

einen Schnapp-Saugreflex, sie saugen alles ein, was die Schnautze

berührt", erklärten die jungen Experten. Da dies auch für den Bodenbelag

gelten kann, muss dieser so beschaffen sein, dass sich die Tiere dabei

nicht verletzen können. Außerdem sollten die Tiere Rückzugsmöglichkeiten

haben. "Fehlen Verstecke ist das, wie wenn ihr schlafen wollt und kein

Bett findet", verdeutlichte Nathan.

Von Rita Thomas erfuhren sie, dass die Tiere Eier legen und diese mit

einem Art Eiweißkleber an Blättern, Muscheln und Pflanzen festmachen.

Nach 14 Tagen schlüpfen sie. Gefüttert werden sie dann ausschließlich

mit kleinen, lebenden Salzwasserkrebsen. Axolotl verfügen über eine

besondere Eigenschaften. "Ich finde es spannend, dass ihre Beine und

Arme nachwachsen, wenn sie abgerissen werden", berichtete der

siebenjährige Finn Schreiner. Das gelte, so die Züchterin, auch für

andere Organe.

Am meisten freuten sich die Kinder als sie die Tiere streicheln und

füttern durften. Manche der Teilnehmer hatten dazu extra Regenwürmer

mitgebracht. Vor dem Berühren galt es jedoch Hände zu waschen,

gründlich, so dass alle Bakterien weg sind, aber ohne Seife, denn die

schadet den Tieren. Gefüttert werden diese von Thomas in der Regel

allerdings mit speziellem Pelletfutter, der Wurm war damit etwas Besonderes.

In den Aquarien konnten die Teilnehmer Tiere in verschiedenen Farben

sehen. So gab es unter anderem einen schwarzen Wildling, aber auch einen

Albino, dieser ist durch das fehlen von Farbpigmenten vollkommen weiß.

Am Ende bewiesen die Kinder in einer kleinen Axolotlprüfung, dass sie

viel neues über die Tiere gelernt hatten.