Samstag, 4. Januar 2014

Forscherferien: Kinder erhielten Einblick in Wissenschaft und Technik / Junge Forscher besuchten Experiminta Museum Frankfurt

 
Wertheim/Frankfurt. Was bewirken Schallwellen? Wie viel Kraft braucht
man um Strom zu erzeugen? Wie meistern man mit möglichst wenig
Kilometern eine Strecke durch ganz Deutschland? Das sind nur einige der
vielen Fragen, die 50 Kindern im Experimintamuseum Frankfurt beantworten
wurden. Der Besuch fand vor kurzem im Rahmen der Forscherferien des
Stadtjugendring Wertheim statt. Begleitet wurden die Kinder von den
ehrenamtlichen Betreuern Birger-Daniel Grein, Günter Herberich, Andrea
und Stefan Fluhrer, sowie Nicole Lotz.

Aufgeteilt in fünf Gruppen gingen die jungen Forscher auf
Entdeckungstour durch das Mitmachmuseum. Dabei galt anfassen und
ausprobieren ist überall erwünscht.

Im Untergeschoss ging es rund um das Thema Bewegung. Dabei erfuhren die
Kinder unter anderem wie Schallwellen aussehen, wie eine große Feder
schwingen kann und wie eine Sinuskurve aussieht. Auf einem Drehstuhl
konnten sie die Drehkräfte am eigen Körper erfahren.

Im Erdgeschoss drehte sich alles um das Thema Optik und das Thema
Chemie. Verschiedene Spiegel und optische Spielzeuge luden zum
ausprobieren ein. In der Chemieausstellung erfuhr man unter anderem wie
aus PET-Flaschen Kleidung wird oder wie moderne Chemie die
Landwirtschaft verbessert. Ein besonderes Highlight war die Abteilung
rund um Wärme und Energie. So hatten die Kinder ihren Spaß beim Erzeugen
von Bildern an der Wärmebildkamera. Anstrengend aber beliebt war das
Kettkar mit dem man über einen Generator Strom erzeugen konnten der eine
Modelleisenbahn oder verschiedene Haushaltsgeräte antrieb. Einen
besonderen Andrang gab es auch beim Flugsimulator der den Besuchern in
Bild und Bewegung einen realistischen Weltraumflug ermöglichte. Im
Bereich der Informatik erfuhr man zum Beispiel, wie man mathematische
Probleme lösen kann und wie der Computer dabei hilft.

Auch dem Thema Schwingung war ein eigener Bereich gewidmet. So wurde mir
Hilfe eines Pendels die Erdrotation deutlich gemacht und ein spezieller
Pendeltisch zeichnete selbstständig spannende Kurvenbilder.

Ergänzt wurde das ganze durch Experimentalshows. So konnte man angeleitet
durch die Betreuer des Museums das „Teufelsrad" ausprobieren und dabei
spielerisch die Erdrotation erfahren. In einer anderen Show ging es rund
um das Feuer. In welchen Aggregatzuständen und Stoffgrößen brennen
Materialien besonders gut, war eine Frage dabei. So staunten die Kinder
über eine Mehlstaubexplosion. Lustig fanden sie das „Rubens´sche
Flammenrohr" das mit Hilfe von Gasflammen und Druckänderungen
Schallwellen sichtbar macht.

„Mir gefielen die Kugelbahnen an denen man die Geschwindigkeit messen
konnte am besten", erklärte der achtjährige Josef Thomas. Dem
neunjährigen Jannik Bruder hatte er vor allem der Flugsimulator und das
Kettkar als Stromquelle angetan.

Auch ihre eigenen Körperfähigkeiten konnten die Kinder testen. So gab es
eine große Halbkugel, die einen Hörtest ermöglichte und eine Station bei
der man sei Gesichtsfeld bestimmen konnte. Wer dann mehr über das Auge
erfahren wollte, hatte die Möglichkeit ein großes Modell des Organs zu
begehen und dort die Wirkung der Augenlinse ausprobieren.

Wer sich danach entspannen musste, der konnte dies als Fakir auf einem
Nagelbrett tun und zum auspowern standen verschiedenen Kraftmessgeräte
bereit.

So war es am Ende für alle ein gelungener Tag an dem es viel zu
entdecken gab.