Samstag, 7. September 2013

Kinderkulturwochen: Klares „Nein“ zum mittelalterlichen Leben - Kinder besuchten Burg Wertheim

Wertheim. Wie lebte der Wertheimer Adel früher? Wann wurde die Burg

errichtet? Und wie genau wurde sie vor Räubern und Feinden verteidigt?

Auf spannende Fragen wie diese erhielten am vergangenen Mittwoch etwa 40

Kinder Antworten, als sie im Rahmen der Kinderkulturwochen 2013 das

Wahrzeichen Wertheims besichtigen.





Bauwerk erkundet



In zwei Gruppen, betreut vom Vorsitzenden des Stadtjugendrings

Birger-Daniel Grein und Daniela Löser, erkundeten die Kinder das

mittelalterliche Bauwerk. Die beiden Betreuer hatten für die Kinder

viele interessante Anekdoten, Fakten und Geschichten rund um die

verschiedenen Teile der Burgruine parat.



Bereits auf demWeg nach oben gab es einiges zu sehen. So erklärte Grein

den Kindern, welche Bedeutung das alljährliche Messefeuerwerk auf der

Burg habe, wie genau die Burg im Ernstfall verteidigt wurde und wann die

Grafen mit dem Bau der Burg begonnen haben.





Wie Grafen früher lebten



Während die eine Gruppe die dicken Burgmauern und die alte Ruine von

außen besichtigte, machte die andere das Bauwerk von innen unsicher.

Mithilfe von Bildern, die den früheren Zustand der Burg im Modell

zeigen, brachte Löser auf anschauliche Weise näher, wie die Wertheimer

Grafen früher gelebt haben. Grein indessen schilderte den typischen

Tagesablauf auf einer Burg und zählte auf, wer neben dem Adel noch auf

der Burg wohnte und arbeitete. Auf die Frage, wer denn gerne auch im

Mittelalter auf der Burg gelebt hätte, fanden die meisten Kinder eine

schnelle Antwort: Auch wenn die Burg sehr schön sei, so gefällt es ihnen

in der Gegenwart doch ein wenig besser.



Anschließend wurden der Brunnen, der Burggraben, der Zehnringturm und

das obere Bollwerk besucht. Dass einige Kinder schon zum wiederholten

Male mit von der Partie waren, zeigte, wie beliebt und aufregend ein

Besuch des Wahrzeichens der Stadt auch für die ganz Kleinen immer wieder

sein kann.





Noble Geste



Ein weiteres Highlight folgte am Schluss: Bei einem von Udo Steigerwald,

dem Inhaber der Burggaststätte, spendiertem Essen und erfrischendem Eis

konnten die Kinder sich stärken und den interessanten Besuch ausklingen

lassen. /hel

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/Quelle: Fränkische Nachrichten vom 06.09.13

Fotos: Birger-Daniel Grein



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