Wertheim. Wie lebte der Wertheimer Adel früher? Wann wurde die Burg
errichtet? Und wie genau wurde sie vor Räubern und Feinden verteidigt?
Auf spannende Fragen wie diese erhielten am vergangenen Mittwoch etwa 40
Kinder Antworten, als sie im Rahmen der Kinderkulturwochen 2013 das
Wahrzeichen Wertheims besichtigen.
Bauwerk erkundet
In zwei Gruppen, betreut vom Vorsitzenden des Stadtjugendrings
Birger-Daniel Grein und Daniela Löser, erkundeten die Kinder das
mittelalterliche Bauwerk. Die beiden Betreuer hatten für die Kinder
viele interessante Anekdoten, Fakten und Geschichten rund um die
verschiedenen Teile der Burgruine parat.
Bereits auf demWeg nach oben gab es einiges zu sehen. So erklärte Grein
den Kindern, welche Bedeutung das alljährliche Messefeuerwerk auf der
Burg habe, wie genau die Burg im Ernstfall verteidigt wurde und wann die
Grafen mit dem Bau der Burg begonnen haben.
Wie Grafen früher lebten
Während die eine Gruppe die dicken Burgmauern und die alte Ruine von
außen besichtigte, machte die andere das Bauwerk von innen unsicher.
Mithilfe von Bildern, die den früheren Zustand der Burg im Modell
zeigen, brachte Löser auf anschauliche Weise näher, wie die Wertheimer
Grafen früher gelebt haben. Grein indessen schilderte den typischen
Tagesablauf auf einer Burg und zählte auf, wer neben dem Adel noch auf
der Burg wohnte und arbeitete. Auf die Frage, wer denn gerne auch im
Mittelalter auf der Burg gelebt hätte, fanden die meisten Kinder eine
schnelle Antwort: Auch wenn die Burg sehr schön sei, so gefällt es ihnen
in der Gegenwart doch ein wenig besser.
Anschließend wurden der Brunnen, der Burggraben, der Zehnringturm und
das obere Bollwerk besucht. Dass einige Kinder schon zum wiederholten
Male mit von der Partie waren, zeigte, wie beliebt und aufregend ein
Besuch des Wahrzeichens der Stadt auch für die ganz Kleinen immer wieder
sein kann.
Noble Geste
Ein weiteres Highlight folgte am Schluss: Bei einem von Udo Steigerwald,
dem Inhaber der Burggaststätte, spendiertem Essen und erfrischendem Eis
konnten die Kinder sich stärken und den interessanten Besuch ausklingen
lassen. /hel
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/Quelle: Fränkische Nachrichten vom 06.09.13
Fotos: Birger-Daniel Grein
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