Donnerstag, 8. August 2013

Kinderkulturwochen: Planwagenfahrt als besonderes Erlebnis

Wertheim/Dietenhan. Am Montag fand im Rahmen der Kinderkulturwochen eine

doppelte Premiere statt. Zum einen war es die erste Planwagenfahrt von

Dietenhan nach Wertheim zum anderen das erste gemeinsame Projekt von

Stadtjugendring Wertheim und den offenen Hilfen Wertheim der

Johannes-Diakonie Mosbach. Geplant war die Planwagenfahrt als gemeinsame

Aktion von Kindern mit und ohne Behinderung. "Wir haben die

entsprechenden Förderschulen vorab angeschrieben leider hat sich aber

kein Kind mit Behinderung angemeldet", bedauerte Bernadette Geyer von

der Johannes-Diakonie. "Das lag vielleicht auch daran, dass das neue

Angebot der offenen Hilfen in Wertheim noch zu unbekannt ist."



In Dietenhan stiegen dann am Montagvormittag 19 Kinder in den Planwagen

von Rudi Bolg. Der Kutscher ist mit seinem Gespann fast täglich

unterwegs und hat auch schon so manchen Ehrengast aus Politik und

Verwaltung kutschiert. So fühlten sich die Kinder von Anfang an sicher

aufgehoben. Gezogen von den zwei 14-jährigen "Schwarzwälder Füchsen", so

heißt die Pferderasse, Pia und Nora ging es über Urphar nach Wertheim

zum Leberklingespielplatz an der Tauber.



Dabei berichtete Bolg, dass er die beiden Pferde selbst gezüchtet hatte.

"Da hat man ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis zu den Tieren",

erklärte er den Kindern.



Den Weg nutzten die Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht nur um

die Aussicht zu genießen. So vertrieb man sich die Zeit während der rund

zwei stündigen Fahrt mit Rätseln oder damit Passanten und Autofahrern zu

winken. Viele davon grüßten das Gespann auch freundlich zurück.



Am Spielplatz konnten sich die Kinder erst einmal stärken. Auch die

Pferde bekamen von den Kindern dort ihre Streicheleinheiten.



Anschließend vergnügten sich die Kinder mit den verschiedenen

Spielmaterialien des Stadtjugendring, spielten verschiedenen

Bewegungsspiele mit einem großen Schwungtuch oder nahmen die Spielgeräte

auf dem Spielplatz in Beschlag. Das warme Wetter wurde auch genutzt um

am Wasserspielgerät Staudämme zu bauen. Auch eine Wasserschlacht sorgte

für Abwechslung, dabei bleib auch mancher Betreuer nicht trocken.



Am Ende wünschten sich die Kinder eine Wiederholung der Aktion im

kommenden Jahr. Auch der Stadtjugendring zeigte sich mit der

Veranstaltung zufrieden und hat eine Neuauflage ins Auge gefasst.