Wertheim/Dietenhan. Am Montag fand im Rahmen der Kinderkulturwochen eine
doppelte Premiere statt. Zum einen war es die erste Planwagenfahrt von
Dietenhan nach Wertheim zum anderen das erste gemeinsame Projekt von
Stadtjugendring Wertheim und den offenen Hilfen Wertheim der
Johannes-Diakonie Mosbach. Geplant war die Planwagenfahrt als gemeinsame
Aktion von Kindern mit und ohne Behinderung. "Wir haben die
entsprechenden Förderschulen vorab angeschrieben leider hat sich aber
kein Kind mit Behinderung angemeldet", bedauerte Bernadette Geyer von
der Johannes-Diakonie. "Das lag vielleicht auch daran, dass das neue
Angebot der offenen Hilfen in Wertheim noch zu unbekannt ist."
In Dietenhan stiegen dann am Montagvormittag 19 Kinder in den Planwagen
von Rudi Bolg. Der Kutscher ist mit seinem Gespann fast täglich
unterwegs und hat auch schon so manchen Ehrengast aus Politik und
Verwaltung kutschiert. So fühlten sich die Kinder von Anfang an sicher
aufgehoben. Gezogen von den zwei 14-jährigen "Schwarzwälder Füchsen", so
heißt die Pferderasse, Pia und Nora ging es über Urphar nach Wertheim
zum Leberklingespielplatz an der Tauber.
Dabei berichtete Bolg, dass er die beiden Pferde selbst gezüchtet hatte.
"Da hat man ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis zu den Tieren",
erklärte er den Kindern.
Den Weg nutzten die Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht nur um
die Aussicht zu genießen. So vertrieb man sich die Zeit während der rund
zwei stündigen Fahrt mit Rätseln oder damit Passanten und Autofahrern zu
winken. Viele davon grüßten das Gespann auch freundlich zurück.
Am Spielplatz konnten sich die Kinder erst einmal stärken. Auch die
Pferde bekamen von den Kindern dort ihre Streicheleinheiten.
Anschließend vergnügten sich die Kinder mit den verschiedenen
Spielmaterialien des Stadtjugendring, spielten verschiedenen
Bewegungsspiele mit einem großen Schwungtuch oder nahmen die Spielgeräte
auf dem Spielplatz in Beschlag. Das warme Wetter wurde auch genutzt um
am Wasserspielgerät Staudämme zu bauen. Auch eine Wasserschlacht sorgte
für Abwechslung, dabei bleib auch mancher Betreuer nicht trocken.
Am Ende wünschten sich die Kinder eine Wiederholung der Aktion im
kommenden Jahr. Auch der Stadtjugendring zeigte sich mit der
Veranstaltung zufrieden und hat eine Neuauflage ins Auge gefasst.


