Montag, 6. August 2012

Kinderkulturwochen: Besuch im Tierpark Sommerhausen

Vielfältige Einblicke in Natur und Landwirtschaft

Wertheim/Sommerhausen. Einen vielfältigen Einblick in die Erzeugung von Lebensmitteln und das Leben der Tiere erhielten 33 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren bei der Fahrt des Stadtjugendring Wertheim in den Tierpark Sommerhausen. Begleitet wurden sie dabei von den ehrenamtlichen Betreuern Birger-Daniel Grein, Sonja Schneider, Alfons Göpfert und Stephan Fluhrer.
In der dortigen Umweltstationen erfuhren die Teilnehmer vieles über die Erzeugung von Lebensmitteln und über das beschwerliche Leben in der Steinzeit.
Die Kinder der ersten bis dritten Klasse beschäftigten sich in einem Workshop mit dem Thema „Vom Rind zur Butter“. Nach dem sie aus einer größeren Menge Verpackungen diejenigen heraussuchen mussten deren Inhalt Milch enthielt besprach man die Herstellung von Sahne, Joghurt und Quark und sammelte Tiere deren Milch von Menschen verzehrt wird. Erstaunt zeigten sich die Kinder darüber, dass nicht nur Kuh- und Ziegenmilch auf dem Speiseplan steht sondern auch die Milch von Kamelen und Stuten.
Nun folgte der praktische Teil. Die Kinder durften die Kühe im Stall besuchen und diese auch füttern. Dabei erfuhren sie viel über das Leben der Tiere. Zurück in der Umweltstation mussten die Kinder blind verschiedene Produkte aus Milch erschmecken. In den letzten beiden Stationen war Muskelkraft und Geschicklichkeit gefragt. Durch kräftiges schlagen stellten die Kinder aus Sahne Butter her und versuchten sich zum Abschluss beim Melken an der Melkattrappe.
Die Viert- bis Sechstklässler beschäftigten sich zur gleichen Zeit mit dem Thema „Leben in der Steinzeit“. Sie lernten dabei u.a. welche Waldpflanzen essbar sind. Bei einer nach gespielten Nashornjagt konnte man sich dann richtig austoben. Im Anschluss daran stellten die Kinder am eigenen Leib fest, wie schwierig es ist mit einem Feuerstein und anderen einfachen Hilfsmittel einen Zündfunken zu erzeugen.
Daneben konnten die Jungen und Mädchen weitere Steinzeitfertigkeiten trainieren. So entstanden mit den Fingern Steinmalereien und die „Steinzeitkinder“ durften mit Hilfe zweier Mahlsteine aus Korn Mehl gewinnen.
Nach Ende der Workshops besuchten beide Gruppen die Ziegen in ihrem Gehege und belohnten diese für den nahen Kontakt mit Futter.
Den Nachmittag verbrachte man damit die vielfältigen Tiere des Parks zu bestaunen und auf einem Pony zu Reiten. Besonders gefallen hat den Kindern der große Spielplatz der für alle Altersklassen vielfältige Spielmöglichkeiten bot.
Am Ende des Tages hatten die Kinder einiges neue gelernt und erfahren, wie Aufwendig die Herstellung von Nahrungsmittel nicht nur in der Steinzeit war.



Foto 1: Zum Herstellen von Butter braucht man ganz schön Kraft und Ausdauer.

Foto 2: Die Kinder lernten, dass es in der Steinzeit nicht einfach war ein Feuer zu machen.