Kinder staunten über Papier aus Lumpen
Wertheim/Homburg. Ungläubige Augen machten die Kinder in der Homburger
Papiermühle als Papiermacher Johannes Follmer ihnen erklärte, dass
Papier früher aus Lumpen hergestellt wurden, noch lange bevor man
Holzfaser oder gar Altpapier nutzte. Dies war aber bei weitem nicht das
einzige was die 25 jungen Forscher zwischen sechs und zehn Jahren
beeindruckte. Im Rahmen der Forscherferien des Stadtjugendring Wertheim
besuchten sie, begleitet von Birger-Daniel Grein und Alfons Göpfert, die
Papiermühle in Homburg. Zuerst bestaunten die Kinder das große Mühlrad,
das früh die Maschinen antrieb und heute zur Stromerzeugung verwendet
wird. In der Papierwerkstadt erklärte Follmer den Kindern anschließend
aus welchen Materialien Papier hergestellt wurde und erläuterte dabei
die einzelnen Schritte vom Faserbrei bis zum fertigen Bogen Papier. Die
Kinder konnten sich in der Werkstadt auch selbst als Papierhersteller
versuchen. Erstaunt waren die Teilnehmer darüber, dass drei Arbeiter in
rund 10-12 Stunden täglich bis zu 2000 Seiten Papier herstellten.
Nach dieser spannenden Einführung besichtigten die Kinder die
Maschinenhalle, in der früher mit Hilfe von Wasserkraft verschiedene
Papiere hergestellt wurden. Dabei erweckte Follmer einige Maschinen
wieder zum Leben. Wie der Papiermacher erklärte, lebte er als Kind
selbst in der Papiermühle und erlebte dort täglich wie das ganze Haus
durch die Kraft der Maschinen vibrierte.
Nach dem Besuch des Trockenbodens konnten die Kinder noch die original
eingerichteten Wohnräume der Papiermühle besichtigen. Am Ende erhielt
jeder der jungen Forscher einen Bogen handgeschöpftes Papier als Erinnerung.
Für Kinder und Betreuer war es eine lohnende Exkursion, bei der sie viel
Neues erfahren konnten.
Foto: Die Kinder durften auch selbst Papierschöpfen und sich so in die
vergangene Zeit versetzen.