Montag, 31. Mai 2010

Bericht Führung Wasserversorgung

Weg des Trinkwassers verfolgt
Pfingstferienprogramm des Stadtjugendring Wertheim führte Kinder auf
Spuren unseres Trinkwassers.

Wertheim-Dertingen - Das Wasser aus dem Hahnen ist für uns alle
selbstverständlich, doch kaum jemand weiß wie viele Stationen das
Wassers durchlaufen muss bis es bei uns ankommt. 23 Kinder zwischen
sechs und neun Jahren aus dem gesamten Stadtgebiet erfuhren am
Donnerstag im Rahmen des Pfingstferienprogramms des Stadtjugendrings,
wie das Wertheimer Trinkwasser gewonnen, wo es aufbereitet und wie es in
die Haushalte transpotiert wird.
Geführt vom Mitarbeiter der Stadtwerke Wertheim Richard Diehm und
begleitetet vom Stadtjugendring Vorsitzenden Birger-Daniel Grein begab
man sich am vergangenen Donnerstag auf Spurensuche.
Begonnen wurde die Führung an einem der sechs Brunnenhäuser, die sich
über das Aalbachtal verteilen. Dort erfuhren die Kinder wie das Wasser
aus 35m tiefe mit einer Pumpe an die Oberfläche transportiert wird, das
ist, so Diehm, etwa so viel wie die Höhe des Bettinger Kirchturms.
Diehm erklärte weiter das aus dem Brunnen bis 21,3 Liter Wasser pro
Sekunde gefördert werden können.
Weiter ging es zum nahe liegenden Wasserwerk. Dort bestaunten die Kinder
die beiden 145 Kubikmeter fassende Sammelbehälter, in denen das Wasser
zwischengelagert wird.
Sichtlich beeindruckt zeigen sich die Kinder auch von den vielen
Rohrleitungen und dem riesigen Schaltkasten im Wasserwerk. Anschließend
startete man zu einer Wanderung zum Hochbehälter Steigerholz, der
oberhalb Dertinges auf 332 Meter Höhe steht. Etwas erschöpft betraten
die Kinder den im Berg verborgenen Hochbehälter. Die Anstrengungen waren
allerdings schnell vergessen, als man einen Blick in die jeweils
1000.000 Liter umfassenden Wasserkammern warf. Große Augen machten die
Kinder, als sie erfuhren, dass das Wasser von hier aus fast einen Tag
lang bis Wertheim und sogar zwei bis drei Tage nach Freudenberg
unterwegs ist. Voll von neuen Eindrücken und viel Wissen um das Thema
Wassergewinnung und -transport traten die Teilnehmer schließlich den
Heimweg an.

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