Montag, 22. Februar 2010

Wie Plastiktüten auf wundersame Weise verschwinden

Foto: A. Gutmann

*Ferienprogramm des Stadtjugendrings:* Kinder experimentieren und
erforschen dabei ganz praktisch die Welt der Chemie


Wertheim. Beim Ferienprogramm des Stadtjugendrings Wertheim konnten am
Freitag kleine Forscher in die Welt der Chemie, insbesondere die der
Kunststoffe, eintauchen.

Birger-Daniel Grein und Tamara Weber hatten im Vereinshaus des Kanuclubs
eine Reihe von Versuchen zu diesem vielseitigen und interessanten Thema
vorbereitet. So konnten die 18 Kinder sofort mit dem Experimentieren
loslegen, nachdem sie in ein paar grundsätzliche Sicherheitsregeln der
praktischen Chemie eingewiesen worden waren.

Im Folgenden ließen sie Plastikfolien auf wundersame Weise in klarem
Wasser verschwinden, filterten es danach durch mikroskopisch feine
Kunststoffsiebe, lernten, wie ein Luftballon mit der Macht des Tesafilms
auch einen Nadelstich überleben kann, und wie man danach auch noch eine
Rakete daraus bauen kann.

Auch "magische Substanzen" erwarteten sie: Flüssigkeiten, die scheinbar
willkürlich ihre Farbe ändern, wenn man Säuren oder Laugen dazugibt.
Oder kleine weiße Krümel, die beinahe endlose Wassermengen aufnehmen
können. Die molekularphysikalischen Eigenschaften, die hinter ihren
faszinierenden Beobachtungen steckten, lernten sie dabei natürlich noch
nicht.

Wenn sie in der Schule so weit sind, dass sie die erklärt bekommen,
dürften sie ein ähnlich großes Interesse zeigen, wie sie es am Freitag
für die Polymere aus dem Chemiekasten an den Tag legten. gut