Sonntag, 23. Dezember 2018

Stadtjugendring Wertheim e.V.: Kinder engagieren sich für Kinder

Vielfältiges Engagement von Paten und Forschergruppenmitgliedern


Mehrere hundert Stunden engagieren sich Nachwuchsforscher der Forscherkids Wertheim für andere Kinder. So unterstützen ehemalige Teilnehmer als Paten die jüngeren Forscher und geben ihr Wissen weiter. Das Foto zeigt Pate Luis Busse (links) im Rahmen des Mikroskopieworkshops beim Natur- und Landschaftsforschertag 2018.

Wertheim. Die Teilnehmer der Forscherkids des Stadtjugendring Wertheim e.V. sind in vielfältiger Weise aktiv. So engagieren sich die älteren Nachwuchsforscher mehrere hundert Stunden jährlich für andere junge Forscher und Entdecker. Aktuell bringen sich zwölf Paten als ehrenamtliche Unterstützung der Teilnehmer und Kursleiter ein. Die Kinder und Jugendlichen der sechsten bis achten Klasse waren allesamt früher selbst Teilnehmer und wurden durch theoretische und praktische Ausbildung dafür qualifiziert jüngere Teilnehmer zu unterstützen. Außerdem planen sie, unterstützt vom ehrenamtlichen Forscherkids-Projektleiter Birger-Daniel Grein, eigenständig Kursteile und führen diese durch. Bei ihrem Engagement geben sie ihr Wissen weiter und übernehmen zugleich Verantwortung. Insgesamt leisteten die Paten im zu Ende gehenden Jahr mehr als 320 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Davon entfallen rund 270 Ehrenamtsstunden auf die Angebote der Sparte Forscherkids Wertheim, 35 Stunden auf Angebote des Stadtjugendrings in dessen "Ferien für Entdecker" und insgesamt 50 Stunden für die eigene Aus- und Weiterbildung. Neben der grundlegenden Schulung absolvierten die aktiven Paten in diesem Jahr einen speziell für sie ausgelegten Erste Hilfe Kurs bei der BRK Bereitschaft Kreuzwertheim. Die Paten sind mit ihren Erfahrungen und ihrem Engagement Unterstützung und Vorbild für die jüngeren Forscher zugleich. Außerdem bereichern sie durch ihre Ideen die Angebotsvielfalt des Forscher- und Entdeckerangebots des Vereinsdachverbands.  

Engagement der Forschergruppe

Zu den Forscherkids gehören auch zwei feste Forschergruppen. Deren Mitglieder treffen sich regelmäßig zu Forscherstunden und vor allem um Projekte durchzuführen von denen andere Kinder profitieren. Die "Forschergruppe" besteht zur Zeit aus acht Kindern der Klassen Vier bis Sieben. Zu den Projekten gehören regelmäßige Wissenssendungen von Kindern für Kinder, die auf dem Youtubekanal der Forscherkids Wertheim zu sehen sind. In den Videomagazinen berichten die jungen Forscher der Forschergruppe anderen Kindern über spannende Themen, zeigen Experimente und führen Interviews. Dabei bekommen die jungen Zuschauer interessante und oftmals exklusive Einblicke. Im Jahr 2017 wurde eine Wissenssendung rund um das Thema Wasser gedreht. In ihr es unter anderem um Experimente rund um das Thema sowie Wertheim und das Hochwasser. Außerdem entstand im Sommer 2017 eine ausführliche Reportage zum Leben und Arbeiten im evangelischen Kloster Triefenstein. Letztere kann auch als DVD über die Medienstelle des Schuldekanats des evangelischen Kirchenbezirks Wertheim für Unterrichtszwecke ausgeliehen werden. Außerdem entwickelte die Forschergruppe im vergangenen Jahr ein Quiz für das Glasmuseum Wertheim zu den Themen Glasherstellung und Glasverarbeitung. Im aktuellen Jahr drehten die jungen Forscher eine Reportage zum Thema "Was passiert in Wertheim im Hochwasserfall?". Bei einem Einblick in die Feuerwache Wertheim und im Interview mit Stadtbrandmeister Ludwig Lermann klären sie, wie den Menschen im Hochwasserfall und danach geholfen wird. Für das Grafschaftsmuseum Wertheim entwickelt die Forschergruppe aktuell den Mitmachteil der neuen Ausstellung zum Thema Hochwasser. Diese soll 2019 eröffnet werden. Die Kinder entwickelt interaktive Stationen, an denen Familien das Thema spielerisch kennen lernen können. Darüber hinaus entwickelten Mitglieder der Forschergruppe Uhren zum Thema "Nachhaltige Wissenschaft" für die Marke WertArt von Horn Wertheim, die aktuell im Rathaus zu sehen sind (wir berichteten). Außerdem kümmerten sich unter anderem um die Strukturierung von Technik- und Laborausstattung der Forscherkids. Insgesamt leisteten die Mitglieder der Forschergruppe im Jahr 2018 rund 80 Stunden ehrenamtliche Arbeit zum Wohle anderer junger Forscher. Hinzu kommen eigene Laborpraktika und Exkursionen. Seit diesem Schuljahr gibt es zudem eine neue "Juniorforschergruppe" mit Zweit- und Drittklässlern. Für sie bildeten Labor- und Technikpraktika den Einstieg, 2019 werden aber auch diese Jungforscher eigene Projekte zum Wohle anderer Kinder realisieren. Geleitet werden die beiden Gruppen von Grein. Neben dem Engagement der Paten und Nachwuchsforscher brachten im laufenden Jahr auch Kursleiter, Projektleiter, Dozenten und Betreuer mehrere hundert Stunden ehrenamtliches Engagement ein.

Freitag, 16. November 2018

Vollversammlung 2-2018: Neuaufnahmen, Nachwahlen und Zuschussvergabe - Dachverband blickte auf umfangreiches Engagement zurück

Wertheim. Der Stadtjugendring Wertheim blickte in seiner zweiten Vollversammlung 2018 am Dienstag im Stiftshof auf ein erfolgreiche Periode seit der letzten Versammlung des Vereinsdachverbands zurück. Zudem standen die Vergabe von Zuschüsse und Nachwahlen an. Der Vorsitzende Birger-Daniel Grein berichtete über das umfangreiche ehrenamtliche Bildungsangebot des Verbands seit der letzten Vollversammlung. Bei der Sparte Forscherkids waren alle Aktionen sehr begehrt und die Forscherangebote stets überbucht. Anhand einiger Zitate von Teilnehmern, Eltern und Projektpartnern machte er die hohe Anerkennung für das Angebot deutlich. Von März bis November 2018 bot die Sparte 20 Forscherkurse und Exkursionen und zwei Kinderunis an. Luis Busse, dessen Forscherprojekt durch die Forscherkids betreut wurde, errang beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren Baden-Württemberg einen hochrangigen Sonderpreis. Grein freute sich darüber, dass man fünf weitere ehemalige Teilnehmer zu Paten ausbilden konnte. Sie unterstützen die jüngeren Teilnehmer beim Forschen und leiten Kursteile. Für alle zwölf Paten gab es einen erste Hilfe Kurs. Weiter verwies er auf die Evaluation der Forscherferien, die deren positive Wirkung auf die Teilnehmer nachwies. Mit 1300 Teilnehmern bei 58 Veranstaltungen waren auch die Ferien für Entdecker des Dachverbands ein voller Erfolg. Die Teilnehmerzahl sei im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen, so Grein. „Insgesamt deckten die Ferien für Entdecker nahezu alle Wissens- und Interessensbereiche ab.“ Grein dankte allen Ehrenamtlichen, die die Arbeit des Verbands unterstützen, sowie den finanziellen Unterstützern und den Partnern und Mitgliedern. Freuen konnte sich der Vereinsdachverband auch über Zuwachs. Der Sängerbund Eichel wurde in der Versammlung einstimmig als 42. Mitglied aufgenommen. Nach längerer Vakants wurde der Vorstandsposten des Kassiers wieder besetzt. Gewählt wurde dafür einstimmig Hannelore Kuhlmann von der evangelischen Jugend Wertheim. Als Vereinsdachverband verwaltet der Stadtjugendring Zuschüsse aus Jugendpflegemittel aus dem städtischen Haushalt. Diese können Mitglieder des Verbands für Freizeiten, Schulungen und öffentliche Sonderaktionen beantragen. Die Vollversammlung genehmigte die Auszahlung einer Gesamtsumme von 10 588 Euro für das Zuschussjahr. Damit werden 194 Aktionstage unterstützt, an denen insgesamt 2056 Personen teilnahmen. Grein forderte die Mitglieder auf, alle zuschussfähigen Aktionen abzurechnen.

Dienstag, 11. September 2018

Ferien für Entdecker: Zahlreiche junge Entdecker nutzten umfangreiches Angebot / Deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl



Zur Bildergalerie Ferien für Entdecker 2018


Wertheim. Sechseinhalb Wochen lang bot der Stadtjugendring Wertheim (SJR) seine Ferien für Entdecker. Gemeinsam mit vielen seiner Mitgliedsorganisationen und weiterer Partner ermöglichte der Vereinsdachverband den Kindern dabei 58 ein- und mehrtägige Entdeckeraktionen. Zur Planung und Umsetzung des Programms leisteten die Beteiligten viele hundert Stunden ehrenamtliche und unentgeltliche Arbeit. Die verschiedenen Angebote wurden rege genutzt. Bei zahlreichen Veranstaltungen wurde die Teilnehmerzahl erhöht oder sogar eine zweite Gruppe angeboten. „Insgesamt nutzten rund 1300 junge Entdecker das vielfältige Angebot unseres Sommerferienprogramms“, freute sich der SJR-Vorsitzende Birger-Daniel Grein. Die Teilnehmerzahl sei im Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen. „Dies zeigt, wir wecken mit den Ferien für Entdecker das Interesse der Kinder.“ Dank sprach er allen Partnern, ehrenamtlichen Betreuern und finanziellen Unterstützern aus, die solch ein umfangreiches Programm erst möglich machen. Nahezu alle Interessensbereiche seien abgedeckt worden. Im Sportbereich stießen neben Fußball, Schwimmen und Tennis vor allem die weniger bekannten Sportarten wie Fechten, Mountainbiken, Moto-Cross, Wasserski und Hap-Ki-Do auf großes Interesse. Im musikalischen Bereich konnten die Kinder erstmals das Fanfarespielen ausprobieren oder mit ihrem Körper und Haushaltsgegenständen Musik machen. Außerdem waren die jungen Entdecker vielfach künstlerisch aktiv. So wurden besondere 3D Kunstwerke geschaffen, Glas wurde gestaltet und bearbeitet, sowie Motive im Blaudruck gestaltet. Ebenso entstanden Handpuppen und Schiffsmodelle. Neben dem eigenen künstlerischen Tun, lernten die Kinder Künstler und deren Leben kennen. Viel Spannendes gab es bei Führungen und einer spielerischen Spurensuche über die Geschichte Wertheims und seiner Burg zu erfahren. Die Ferien für Entdecker boten zudem Einblicke in sonst verschlossene Bereiche, wie das Polizeirevier und die Mülldeponie. Außerdem gab es bei den Imkern, den Jägern, dem Schäferhundeverein, im Wildpark und auf dem kleinen Gnadenhof vieles über Natur und Tiere zu lernen. Die jungen Entdecker konnten nicht nur Kinofilme genießen, sie produzierten selbst einen, der im Roxy Kino gezeigt wurde. Außerdem gab es ein Theaterseminar. Begeistert waren die Kinder zudem von verschiedenen Ausflügen, dem Besuch auf der Sternwarte und den naturwissenschaftlichen Kursen. Viele Fotos der Aktionen gibt es in der Bildergalerie.

Samstag, 8. September 2018

Ferien für Entdecker: Abwechslungsreicher Erlebnistag im Playmobilfunpark Zirndorf


Wertheim / Zirndorf. Einen abwechslungsreichen Erlebnistag rund um die bekannte Welt der Marke Playmobil erlebten zahlreiche Kinder und deren Eltern im Rahmen der Ferien für Entdecker des Stadtjugendrings Wertheim. Ende vergangener Woche bot ihnen der rein ehrenamtlich arbeitende Vereinsdachverband einen gemeinsamen Ausflug in den Playmobilfunpark in Zirndorf. Dort konnte der Nachwuchs nicht nur ausgiebig mit zahlreichen kleinen und großen Playmobilwelten spielen. Auch zahlreiche sportliche Möglichkeiten von Riesenrutschen über Kletteranlage bis zur Kettkarbahn wurden gerne genutzt. Trotz der kühleren Temperaturen entdeckten viele Kinder die zahlreichen Möglichkeiten der Wasserspielanlagen sowie der Floßfahrt und der Fahrt mit den Minibooten. Gerne wurde auch die Möglichkeit genutzt gemeinsame Fotos mit den menschen großen Playmobilfiguren und auf dem Thron der Playmobilburg zu machen.

Ferien für Entdecker: Kinder wurden zu Glaskünstlern




Wertheim. Die faszinierenden Möglichkeiten der kreativen Glasgestaltung konnten insgesamt 18 Kinder im Rahmen der Ferien für Entdecker des Stadtjugendrings Wertheim auszuprobieren. In Zusammenarbeit mit dem Glasapparatebauer und Glaskünstler Thommy Kies und der Kunsttherapeutin Sommer Gardener konnten sie im Kies viele Techniken der Glasgestaltung und Bearbeitung in Tommys Atelier ausprobieren. An einer Station wurden Anhänger aus Glas gebastelt. Dazu wurde eine Glasgrundplatte mit verschiedenen farbigen Glasstücken belegt und mit einem durchsichtigen Glasdeckel versehen. Im Ofen wurde daraus ein einmaliger Anhänger. Etwas besonderes war auch die Chance an der 800°C heißen Flamme unter Kies Anleitung eine farbige Glasperle zu drehen. Dabei galt es neben der Konsistenz des heißes Glases auch die Position des Stabes und das richtige Drehtempo zu beachten. An einer dritten Station bemalten die acht bis zwölfjährigen Entdecker verschiedene Gläser. Durch den anschließenden Brand in Ofen wurde ihr Design dauerhaft auf dem Glas fixiert. Die Kinder machten bei den Kursen viele neue Erfahrungen beispielsweise beim Umgang mit Glasschneider und der Flamme. Kies verriet ihnen auch einige Tricks italienischer Glasmacher, die früher ein großes Geheimnis waren. So zeigte er unter anderem, wie man Luftblasen in eine Glaskugel bekommt. Besprochen wurden zudem die grundlegenden Bestandteile von Glas, sowie Zumischungen die dieses Färben. Erstaunt waren die Entdecker auch darüber, dass manche Gläser beim erhitzen in der Flamme ihre Farbe ändern. „Uns hat alles gefallen“, waren sie sich am Ende einig.

Ferien für Entdecker 2018: Tolle Freilufttheateraufführung erlebt

Wertheim / Gemünden. Ein besonderes Theatererlebnis hatten dank des Stadtjugendrings Wertheim die Teilnehmer der Ferien für Entdecker auf der Scherenburg in Gemünden. Begleitet wurden sie dabei von einem ehrenamtlichen Team aus zwei Betreuern und einer Patin. In der mittelalterlichen Kulisse wurden alle vom Stück „Pippi in Taka-Tuka-Land“ begeistert. Viele kannten die Geschichte von Astrid Lindgren bereits, genossen aber dennoch jede Minute der lustigen Aufführung. Auf Einladung ihres Vaters Kapitän Langstrumpf kommt Pippi zusammen mit ihren besten Freunden Tommi und Annika au die Insel Taka-Tuka-Land. Neben allerlei lustigen und schönen Momenten müssen sie sich dort, zusammen mit den Kindern auf der Insel, gegen Piraten zur Wehr setzen. Für die Starke und Klever Pippi kein Problem. Aber auch so mancher Hai gilt es zu zähmen. Überrascht waren die Zuschauer unter anderem davon, dass der Hai von Heute via Skateboard auf die Bühne kommt. Nach einer spannenden Zeit auf der Insel machen sich die drei auf den Rückweg nach Hause zur Villa Kunterbunt, wo sie bereits sehnsüchtig erwarten werden. Die jungen Entdecker waren vom Stück und den Schauspielern begeistert.

Ferien für Entdecker: Entdeckertag im Erlebnispark Steinau


Wertheim / Steinau. Einen abwechslungsreichen Tag mit vielen Entdeckungen und großen Spaß verbrachten die Teilnehmer der Ferien für Entdecker im Erlebnispark Steinau. Begleitet wurden die Kinder zwischen sechs bis elf Jahren von vier ehrenamtlichen Betreuern und Paten des Stadtjugendring Wertheim. Paten sind ehemalige Teilnehmer des Stadtjugendrings. Die Jugendlichen sind dafür ausgebildet die jüngeren Teilnehmer zu unterstützen. Bei den hohen Temperaturen waren vor allem die Wasserspielanlagen wie die Floßfahrt ein zentraler Anlaufpunkt der Kinder und Betreuer. Aber auch die Fahrmöglichkeiten wie Autoscooter und Kettenkarussell waren beliebt. Im kleinen Landwirtschaftsmuseum unternahmen die jungen Entdecker eine Zeitreise auf die Bauernhöfe von früher. Auf der Albatrosbahn konnte man durch Muskelkraft angetrieben eine Höhenfahrt erleben und hatte dabei einen tollen Blick auf Teile des Parks. Ein Erlebnis war zudem die Fahrt mit der schnellen 850 Meter langen Sommerrodelbahn. Auch auf den vielen verschiedenen Spielplätzen des Parks gab es einiges zu entdecken. Neben unterschiedlichsten Spielgeräten wie Riesenrutschen hatten die Kinder dort die Chance auf Edelsteinsuche zu gehen. Besondere glänzende Stücke fanden sie auch beim Goldwaschen. Am Ende des Tages traten die Kinder müde aber zufrieden den Heimweg an.